Aufruf: Gegen Antisemitismus und Israelhass auf Kassels Straßen

we stand with israel

Unter dem Motto „Frieden in Palästina“ ruft eine bislang unbekannte Gruppe für den 15. Juli 2014 zu einer Demonstration durch die Kasseler Innenstadt auf. Wer sich die Facebook- Seite der Veranstaltung anschaut, bemerkt schnell: Hier geht es vielen nicht um Frieden, sondern um die Zerstörung Israels. Einige der bislang rund 1.200 angekündigten Teilnehmer äußern sich offen antisemitisch. Zudem wird der demokratische Staat Israel immer wieder mit dem Nationalsozialismus gleichgesetzt, was von den Veranstaltern toleriert wird.

Die Veranstalter behaupten, Israel massakriere die Palästinenser, verhalte sich „unmenschlich“ und begehe einen „Genozid“. Diese Wortwahl bei gleichzeitiger Ausblendung der terroristischen Angriffe der Hamas auf die israelische Zivilbevölkerung ist nicht nur in jeder Hinsicht unangemessen – sie dient auch der Dehumanisierung der gesamten israelischen Bevölkerung. Mit „Frieden“ hat das nichts zu tun, es ist im Gegenteil die Unterstützung des Terrorkrieges des Hamas, unter dem Israelis und Palästinenser im Ergebnis gleichermaßen leiden. Eine solche Demonstration auf den Straßen Kassels kann nicht unwidersprochen bleiben.

Wir befürchten, dass es am 15. Juli 2014 – wie bereits im Jahr 2009 – zu massiven antiisraelischen und antisemitischen Äußerungen kommen wird. Jüdische Bürger oder als Juden betrachtete müssen an diesem Tag in der Kasseler Innenstadt Beschimpfungen, Provokationen und körperliche Angriffe durch Teile der Demonstranten befürchten. Das darf nicht geduldet werden. Wir fordern alle demokratischen Kräfte in Kassel auf, genau hinzusehen, wenn unversöhnlicher Israelhass und Antisemitismus durch unsere Straßen getragen werden – und dazu auch Position zu beziehen. Wir haben zum Zweck der Versammlung der demokratischen Kräfte eine Kundgebung angemeldet, zu der wir herzlich einladen. Diese Kundgebung vertritt folgende Ziele:

 

  • Gegen Antisemitismus und Israelhass auf Kassels Straßen
  • Keine Propaganda für Terrororganisationen
  • Solidarität mit den von Übergriffen bedrohten Menschen
  • Solidarität mit der einzigen Demokratie im Nahen Osten: Israel
  • Solidarität mit den Bewohnern Kassles Partnerstadt Ramat Gan, die derzeit von palästinensischen Raketenangriffen bedroht werden


Von der Polizei erwarten wir, dass sie sich unmissverständlich allen Bestrebungen entgegenstellt die die Kasseler Synagoge und andere Einrichtungen jüdischer Bürger Kassels zur Zielscheibe zu machen.

Unsere Kundgebung wird am Dienstag ab 15.30 Uhr an der Treppenstrasse/Ecke Obere Königstraße (zwischen Sportarena und Nordsee) stattfinden.

Das Flugblatt: Aufruf

Der Aufruf wird getragen von:
a:ka Göttingen
BgA-Kassel
CjZ-Kassel
DIG-Kassel
Fachschaftsrat Sowi Göttingen
Jüdische Gemeinde Kassel
Jüdische Liberale Gemeinde Nordhessen

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