Die Gedanken der Politiker und die Mörder

Während Politiker der europäischen Union sich „Gedanken“ machen, „wie man auf die israelische Baupolitik in Ostjerusalem reagieren könnte“ (vgl.: Keine EU-Sanktionspläne gegen Israel) und insgeheim so tatsächlich Spekulationen über eine Sanktionspolitik gegen Israel lancieren, unterstützen sie mit mehreren Millionen Dollar den „Wiederaufbau“ im Gaza nach dem von der Hamas zu letzt provozierten Krieg sowie die Existenz der Palästinensischen Autonomiebehörde seit Jahrzehnten. Deren Präsident bezeichnet u.a. die Anwesenheit von Juden auf dem Tempelberg als Entheiligung des vom Islam als ihr Heiligtum erklärten Geländes und trägt mit solchen Tiraden mit dazu bei, dass die bestehenden Konflikte zwischen Israelis und Arabern ideologisch und antisemitisch aufgeheizt werden (vgl: Hinter den Schlagzeilen. Der Tempelberg in Jerusalem).

Die Hamas, über die sich Politiker der EU offensichtlich keine Gedanken machen, wie man auf deren Terror und Terrorpropaganda reagieren könnte, die Hamas also, die den Mord an vier Juden in einer Synagoge in Jerusalem als legitimen Racheakt für den Tod eines arabischen Busfahrers (der, nach allem was man bisher weiß, tatsächlich ein Selbstmord war, vgl. hierzu: Vier Tote bei Anschlag in Synagoge) erklärt, wird durch die Wiederaufbaupolitik der EU in keiner Weise in Frage gestellt, sondern in ihrer Politik faktisch bestärkt. Die in den letzten Tagen durch die Medien geisternde Klogate, die deutlich macht, dass die Partei „Die Linke“ nicht ein Problem hat, sondern ein Problem darstellt (vgl.: Austreten, aber schnell!), lenkt jedoch vom eigentlichen Problem ab.

Das liegt in der offiziellen Politik der EU, in der die Partei „Die Linke“ keine Rolle spielt. Es sind dort die Parteien maßgebend, die auch die Regierung in Deutschland stellen, nämlich die CDU und die SPD und ihre europäischen Pendants. Die Politik der EU stellt – trotz aller Sonntagsreden, die gerne die Politiker Deutschlands halten – letztendlich eine größere Gefahr für Israel dar, als es die Äußerungen einiger verrückter Hinterbänkler in der Partei „Die Linke“ je tun könnten. „Im Augenblick herrscht in Europa eine internationale Arbeitsteilung, aus der alle Beteiligten einen moralischen Mehrwert beziehen: die Spanier, die Schweden und andere vergleichbare, indem sie ihre Enthemmtheit gegenüber Israel als besondere Glaubwürdigkeit verkaufen, die Deutschen, indem sie, statt sich selbst die Finger schmutzig zu machen, die anderen sich ausagieren lassen und dafür mit mäßigendem Einfluss punkten möchten.“ (C. Nachtmann) (jd)

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