Die Wirtschaft, die Mörder und die Antisemiten

Die nordhessische Wirtschaft begrüßt die Einigung im Atomstreit mit dem Iran

Regelrecht euphorisch, nämlich mit „Freude und Zuversicht“, reagieren die Vertreter der nordhessischen Wirtschaft auf das „Abkommen“ mit dem Iran. „Endlich ist die Tür aufgestoßen, um wieder Geschäfte mit dem Iran machen zu können.“

Karl Marx zitierte P.J. Dunning in „Das Kapital“ folgendermaßen: „Das Kapital hat einen Horror vor Abwesenheit von Profit, oder sehr kleinen Profit, wie die Natur von der Leere. Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv und waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr des Galgens.“ (MEW 23, S. 788)

  • Der Galgen gehört zum Geschäft. Die Baukräne an denen im Iran Menschen aufhängt werden, sind oft deutsche Produkte. Die Hinrichtungen sind auch unter dem als „gemäßigt“ geltenden Präsidenten Rohani nicht weniger geworden. Der Iran ist nach der Volksrepublik China das Land mit den meisten Hinrichtungen weltweit – ein Grund zur „Freude und Zuversicht“.
  • Die Atomtechnologie gehört zum Geschäft. Die Bombe, mit dem der Iran sein politisches Ziel, Israel von der Landkarte zu löschen, wahr machen kann ist auch ein deutsches, wenn auch bisher eher illegal exportiertes Produkt. Man kann sich Hoffnung machen, dass das nicht so bleibt, denn auch der als „gemäßigt“ geltende Präsident Rohani, sieht in Israel ein Land, das es zu beseitigen gilt, dazu ist diese Technologie erforderlich – ein Grund zur „Freude und Zuversicht“.
  • Der Terror, den der Iran exportiert kostet Geld. Das wird in Zukunft mit dem Ende der Sanktionen wieder gehäuft zur Verfügung stehen. Schon heute ist die Hisbollah eine der einflußreichsten international operierenden terroristischen Organisationen, die direkt dem Iran untersteht und die mit dem Libanon ein ganzes Land im Würgegriff hält und deren ausgesprochenes Ziel es ist, Israel zu vernichten. Der als „gemäßigt“ geltende Präsident Rohani will die Hisbollah weiter unterstützen – ein Grund zur „Freude und Zuversicht“.

Kassel ist Sitz der Firma Wintershall. Auch diese Firma pflegt auch gute Handelsbeziehungen zum Iran. Im Vorstand des Vereins NuMOV ist diese Firma natürlich auch vertreten. Nach dem Abkommen, das nach Ansicht des iranischen Präsidenten bedeutet, dass „die internationale Gemeinschaft .. die Sanktionen aufgehoben [hat] und der Iran .. sein Atomprogramm [behält]“, ist „Freude und Zuversicht“ nicht nur bei der nordhessischen Wirtschaft.

(jd)

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