Wenn es gegen Amerika geht …

Impliziter wie expliziter Antiamerikanismus wird bewußt als Mittel zur Mobilisierung der Öffentlichkeit eingesetzt und macht sich, unter anderem in Westeuropa, zunehmend bezahlt. (Andrei S. Markovits)

… dann kommen die Massen.

Obwohl gleichzeitig eine zentrale Demo in Berlin angesagt war, zu der der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Busse kostenlos bereit gestellt hat, gab es auch in der Provinz, nämlich in Kassel eine Kundgebung. Die Volksfront formierte sich, die Massen kamen und folgten solch sinnigen Sprüchen wie „Handeln soll fair sein, Haie sollen im Meer sein!“ (HNA, 11.10.2015).

die massen

Der Linksmob

Offensichtlich verstanden das Einige als Antikapitalismus, denn auch „Anti-Kapitalista“ wurde skandiert. Was unter Antikapitalismus angepriesen wird, verkörpert einer der Kasseler Vorturner der Linken höchstpersönlich (was wiederum die Gestalt mit goldenem Lorbeer in der Perücke repräsentieren soll, entzieht sich der Erkenntnis des Betrachters).

das niveau

Leibhaftige Regression

In Kassel waren im Gegensatz zu Berlin zwar nicht die Identitären anwesend, zumindest wohl nicht erkennbar, dass jedoch die Front gegen Amerika von links bis rechts alle eint, konnte in Kassel auch am kulturellen Beitrag sichtbar werden. Der Querfrontler René Rebell („Der Teufel hält die Welt in seinen Krallen“) rappte auf der Kundgebung gegen die „Lügenpresse“.

Und auch optisch gab man sich wohl nicht allzu große Mühe, sich von den völlig jenseitigen Verschwörungsdeppen von den Echsenmenschen abzugrenzen. Geld regiert die Welt, oder ist es der Spekulatiushai, oder doch eine Echse, die Kreativität der Protestler ist so rätselhaft wie demaskierend. (jd)

das niveau III

Der Spekulatiushai (?)

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2 Kommentare zu “Wenn es gegen Amerika geht …

  1. Wenn sich der eigenen Kenntnis entzieht, was eine Kostümierung repräsentierten soll, wäre es folgerichtig sich mit dem Ziehen von Schlüssen wie „Leibhaftige Regression“ zurückzuhalten.
    Dass es hier bildhaft um die Darstellung einer „Vermählung“(Anm.: Zweckvermählung, es wird wo es passt auch weiterhin gegeneinander gearbeitet werden) des „Uncle Sam“ mit der „Europa“ zum Behufe der Schleifung von Ausbeutungshindernissen gegangen sein könnte, darauf ist der Autor nicht gekommen.
    https://www.google.de/search?q=uncle+sam&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0CAcQ_AUoAWoVChMIj8fC7vrJyAIVglsaCh0lkA7P&biw=1024&bih=639
    https://www.google.de/search?q=europa+mythologie&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0CAcQ_AUoAWoVChMI492CmfvJyAIVRVsaCh17MQrN&biw=1024&bih=639

  2. Sry, aber wir sitzen hier zu zweit und lachen über den Kommentar von „Ulf“. Das ist Geschwurbel in Reinform, konfrontiert sich nicht mit den Argumentationsmustern bei TTIP, geht nicht auf den Inhalt des Blog-Beitrags ein. Was fehlt im Kommentar ist ein Ken Jebsen Satz um ihn zu vervollständigen „Googelt das mal“ – das hat „Ulf“ uns und anderen erspart, er hat die Links gleich selbst rein gesetzt – zu Bildern. Herrlich, immer mehr Opfer der Youtube-Uni.

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