14 Mai 2022: Für Israel – Wider den Antisemitismus!

Israel ist ein moderner und demokratischer Staat, in dessen Parlament alle Volksgruppen vertreten sind, darunter 20% arabische Israelis. Das Land ist weltweit führend in Medizin, Elektronik und diversen wissenschaftlichen Bereichen, seine Hilfsbereitschaft bei humanitären Einsätzen weltweit ist beispielhaft.

Am 14. Mai 1948 rief David Ben-Gurion den jüdischen Staat Israel aus. Sofort erklärten fünf arabische Nachbarstaaten dem neu gegründeten Staat den Krieg. Israel konnte die arabischen Armeen zurückschlagen. Und so ging es weiter: ägyptische Freischärler, 1967 der Sechs-Tage-Krieg, 1973 der Yom-Kippur-Krieg. Und immer siegten die Israelis, dank einer exzellenten Armee. Seit 1979 ist mit der „islamischen Revolution“ ein auf Terror beruhender Staat im Iran erwachsen, der die Vernichtung Israels zur Staatsräson erklärt hat. Seit Jahren versucht er, um diese auch umsetzen zu können, die Atombombe zu entwickeln. Seit Ende der sechziger Jahre wiederholen sich Terrorkampagnen unterschiedlicher palästinensischer Gruppen. Selbstmordattentate, Messerattacken, tödliche Steinwürfe und immer wieder Raketenangriffe aus dem Gaza. Auch dieses Jahr ist Israel einer Welle terroristischer Gewalt, häufig von islamistischen Tätern, ausgesetzt, der in diesem Jahr 19 Personen zum Opfer fielen.

Trotz allem entwickelte sich Israel in rasantem Tempo, nahm seit 1948 eine riesige Anzahl von vertriebenen und geflohenen Juden auf – aus dem Jemen und den arabischen Nachbarstaaten (Hunderttausende waren nach der Staatsgründung aus dem Irak, Syrien, Ägypten, Libyen, Tunesien, Algerien und Marokko vertrieben wurden, ihre Zahl übersteigt die der arabischen Flüchtlinge bei Weitem), aus Äthiopien, der UdSSR seit einigen Jahren auch aus Frankreich, zuletzt aus der Ukraine.

Doch Israel ist nicht nur dem Terror antisemitischer palästinensischer Gruppen ausgesetzt, weltweit sieht sich das Land einer immerwährenden antisemitisch grundierten Verleumdungskampagne ausgesetzt, die in den westlichen Industrienationen insbesondere Anklang unter Intellektuellen und „Kulturschaffenden“ insbesondere an den Universitäten findet und die von linken Gruppierungen und Parteien und von Verbänden des politischen Islam genährt werden.

Juden sind in Deutschland und in Europa (insbesondere in Frankreich und Schweden) einem seit Jahren zunehmenden Antisemitismus und Judenhass ausgesetzt. Er tritt in der klassischen Form rechtsextremer Ideologie auf, die auch Grundlage des terroristischen Anschlages in Halle war, in der Form des Israelhasses insbesondere linker Gruppen, dem israelkritischen Dünkel bis in die Mitte unserer Gesellschaft und als Judenverachtung islamischer Provenienz, die sich immer wieder in Gewalttätigkeiten gegen Juden manifestiert.

Antisemitismus wird, wenn er nicht rechtsextremen Gruppen zugeordnet werden kann, immer wieder verleugnet, als berechtigte Kritik an Israel deklariert oder als besondere Sichtweise des Südens erklärt. Dieser unausrottbaren Weltanschauung wird zu oft in unzureichender Form entgegengetreten.

Am 14. Mai 2022 ab 14:00 Uhr auf dem Opernplatz:

Gegen Antisemitismus! Gegen Antizionismus!

Gegen Antisemitismus bedeutet Solidarität mit dem jüdischen Staat!

Solidarität mit Israel heißt der antiisraelischen Agitation entgegentreten!

Keine Toleranz dem Hass auf Israel

Laura Yitzchak, 43

Moshe Kravitzky, 50

Doris Yahbas, 49

Menachem Menuchin Yechezkel, 67

Yazan Falah, 19, Border Police Officer

Shirel Abukarat, 19, Border Police Officer

Amir Khoury, 32, Police Officer

Ya’akov Shalom, 36

Rabbi Avishai Yehezkel, 29

Victor Sorokopot, 38

Dimitri Mitrik, 23

Das sind die elf Menschen die in den letzten Tagen in Israel von arabischen Terroristen ermordet wurden.

May their memories be a blessing. Baruch Dayan HaEmet. Möge ihr Andenken ein Segen sein.

Dem jüngsten  antisemitischen Mordanschlag fielen in der Stadt Bnei Brak neben zwei Ukrainern, ein Rabbiner, einem weiteren Bürger der Stadt auch der junge Polizist Amir Khouri zum Opfer. Amir Khouri war arabischer Israeli. Das Attentat fand an der Stadtgrenze zu Ramat Gan statt, der Partnerstadt von Kassel. Dem terroristischen Mordanschlag in der nordisraelischen Stadt Hadera fielen zwei junge Grenzpolizisten zum Opfer. Eines der beiden Opfer war der israelische Druse Yazan Falah. Ein weiterer antisemitischer Mordanschlag wurde in Beerscheba verübt, dort wurden vier Menschen ermordet. Die Attentate in Beerscheba und Hadera wurden von Terroristen verübt, die sich dem IS verbunden fühlten. Das Attentat in Bnei Brak wurde von einem Terroristen verübt, der Verbindungen zur Hamas und zum palästinensischen Islamischen Jihad hatte.

In Gaza, im Libanon und in Orten auf der Westbank wurden die Terroranschläge von der Hamas und Mitgliedern der Al-Aksa-Brigaden ausdrücklich begrüßt. Die Al-Aksa-Brigaden gehören der Fatah an, dementsprechend windelweich fiel die Erklärung des „Palästinenserpräsidenten“ Mahmud Abbas aus. Voll Freude ob der „gelungenen“ Terrorakte wurden Süßigkeiten an Passanten in verschiedenen palästinensischen Gemeinden verteilt. Bodenlos ist die Erklärung des Auswärtigen Amtes der deutschen Bundesregierung, in der vor einer Eskalation und einer Gewaltspirale gewarnt wurde.

Dass ein arabischer Israeli und ein israelischer Druse im Dienst für ihr Land, für Israel, ihr Leben ließen, verdeutlicht die Bösartigkeit der Auffassung, in Israel sei ein Apartheid-Regime an der Macht. Diese Israel diffamierende Agitation wird vom ruangrupa Sprecher Ada Darmawan, von der auf der documenta 15 ausstellenden Künstlerin Emil Abboud und von Gertrude Flentge (Künstlerisches Team) unterstützt. Alle drei genannten Personen haben den „A letter against Apartheid“ unterzeichnet. Der Künstler Yazan Khalili (The Question of Funding) nutzt den Vorwurf der Apartheid zur Gestaltung seines Kunstwerks „Apartheid Monochromes (2017)“. Ferner hat Khalili angekündigt, die Künstlergruppe Eltiqa aus Gaza auf der documenta 15 präsentieren zu wollen (HNA, 10.02.2022). Es liegt nahe, dass diese Gruppe in der totalitären Gesellschaft des Gaza nur mit Duldung oder Zustimmung der Hamas agieren kann.

Die Attentäter sehen sich nicht nur als Akteure der „palästinensischen Sache“ sondern auch des politischen Islam. Es ist kein Zufall, dass die Attentate in einem zeitlichen Bezug zum Ramadan verübt wurden. Das war schon öfter so. Vor diesem Hintergrund halten wir es für inakzeptabel, wenn die documenta 15 das Thema Antisemitismus ausgerechnet im Zusammenhang einer „zunehmenden Islamophobie“ diskutieren will. Der Begriff Islamophobie ist vor allem ein ideologisch besetzter Begriff des legalistischen Islamismus. Wer sich ernsthaft gegen Antisemitismus positionieren will, muss sich sowohl mit Israelfeindlichkeit, Antizionismus als auch mit dem politischen Islam auseinandersetzen.

Vor dem Hintergrund der aktuellen antisemitischen Terrorwelle in Israel erwarten wir von der Stadt Kassel, dass sie nicht länger die israelfeindlichen Sichtweisen von Akteuren der documenta 15 als vermeintliche „Perspektive des globalen Südens“ (OB Geselle) verharmlost und einer kritischen Auseinandersetzung mit der Israelfeindlichkeit von „Kulturschaffenden“ aus dem Wege geht. Wir erwarten von den politisch Verantwortlichen der Stadt Kassel außerdem, dass sie klar und deutlich zum Ausdruck bringen, dass eine Gleichsetzung von Israel mit dem Apartheid-Regime in Südafrika nicht akzeptiert und deutlich zurückgewiesen wird. Derartige Auffassungen haben auf einer „Weltkunstausstellung“ nichts zu suchen.

Wider dem Antisemitismus – Wider dem Islamismus!

Gegen Antisemitismus bedeutet Solidarität mit dem jüdischen Staat!

Solidarität mit Israel heißt dem Antisemitismus entgegentreten!

Solidarität mit Israel heißt der antiisraelischen Agitation entgegentreten!

Kommt zur Kundgebung in der Treppenstraße am Obelisken: Samstag, d. 2. April 2022, 14:00 Uhr

Kassel, 31.03.2022

Warum nimmt er nicht in Israel ein Zimmer …

Auf der Facebook-Seite der HNA erschien am Mittwoch, den 6. Oktober 2021 die Meldung über die mutmaßlich antisemitische Reglementierung des Sängers Gil Ofraim in einem Leipziger Hotel.1 Diese Meldung wird von mehreren2 Facebook-Usern mit einem „Lach-Emoij“ versehen.

Auch zahlreiche Kommentare erscheinen unter der Meldung, die wir hier, ohne sie näher zu kommentieren, dokumentieren.3

Gehört der (Jude) überhaupt hier her?

Alles nur inszeniert – oder Business?

Stell Dich nicht so an, Jude!

Antisemitismus? Mir doch egal!

Man wird doch wohl mal seine Meinung sagen dürfen!

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1. Der Sänger Gil Ofraim berichtete in einem Video, dass er von Mitarbeitern eines Hotels dazu aufgefordert wurde, den Davidstern abzulegen. Als die Sache publik wurde, ließ die Geschäftsführung des Hotels verlautbaren, das Ziel des Hotels sei es „alle unsere Gäste und Mitarbeiter zu integrieren, zu respektieren […] unabhängig davon, welcher Religion sie angehören.“ Auf einem Transparent des Hotels wurden neben israelischen Flaggen der Halbmond der Moslems präsentiert.

2. Am 7.10.2021 versahen 24 von hundert Facebook-Usern diese Meldung mit einem Lach-Emoij.

3. Oft werden Kommentare, die sich kritisch mit dem Islam beschäftigen, auf der Facebook-Seite der HNA gelöscht. „Judenkritische“, sprich antisemitische Kommentare, wie hier, nicht. Dies ist kein Plädoyer für die Löschung irgendwelcher Kommentare, sondern soll nur dokumentieren, wie sich das politische Bewusstsein in Sachen Antisemitismus darstellt.

Keine Aufführung des Films „Us+Them“ von Roger Waters in den Kinos von Kassel

Dem Antisemitismus keine Plattform bieten!

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Bündnis gegen Antisemitismus Kassel wendet sich mit folgendem Anliegen an Sie.

Sie, die Betreiber des Cineplex Capitol und des CineStar in Kassel wollen am 2. Oktober 2019 den Film „Us and Them“ von Roger Waters aufführen.

Der Beauftragte der Hessischen Landesregierung für Jüdisches Leben und den Kampf gegen den Antisemitismus sowie der Bürgermeister der Stadt Frankfurt, Uwe Becker, hat sich gegen die Aufführung des Films des früheren Pink Floyd Künstler Roger Waters „Us+Them“ in den hessischen Kinos ausgesprochen1. Wir möchten uns dem Appell des hessischen Beauftragten Becker anschließen.

Becker führt in seiner Erklärung aus: „In den zurückliegenden Jahren hat sich der britische Musiker Roger Waters immer mehr zu einem hasserfüllten Gegner des Staates Israel entwickelt und tritt mit zunehmender Aggressivität für die antisemitische Boykottbewegung BDS2 ein.“ Gegenüber einzelnen Künstlerinnen, Künstlern oder ganzen Veranstaltungen, wie zum Beispiel dem zurückliegenden Eurovision Song Contest in Tel Aviv in diesem Jahr, nutzt Waters seine Bekanntheit, um in diffamierender Weise gegen den Jüdischen Staat zu hetzen. „Dabei übt er auch mit hohem medialen Aufwand Druck auf andere Künstler aus, um diese von möglichen Auftritten in Israel abzuschrecken.“

Waters ist ein Beispiel für aggressiven Hass auf Israel, der als die heute weitgehend gesellschaftlich kaum sanktionierte Form des Antisemitismus gilt. Neben seinem aggressiven Eintreten für die BDS-Bewegung hatte Roger Waters auf Konzerten u.a. auch Ballons in Schweineform die er mit einem Davidstern versehen hatte, aufsteigen lassen.

Nach öffentlichen Protesten hatten sich im Jahr 2017 mehrere ARD-Sender von Roger Waters aufgrund dessen antisemitischer Aktionen distanziert und die geplante Übertragung seiner Konzerte abgesagt. Wir sind der Meinung, dass auch die Kasseler Kinos, diesen Schritt vollziehen sollten. Filme von offen und offensiv antisemitisch auftretenden Künstlern sollten auf den Kasseler Leinwänden keine mediale Plattform erhalten.

Wir würden es daher begrüßen, wenn Sie diesen Film absetzten würden. Denn mit Roger Waters, so Becker „hetzt ein bekannter Künstler mit all seiner medialen Wirkung gegen Israel und gegen Jüdisches Leben.“

Dem Antisemitismus entgegenzutreten heißt – keine Toleranz dem Israelhass, auch nicht in den Kinos Kassels!

1 Dem Antisemitismus keine Plattform bieten Hessischer Antisemitismusbeauftragter gegen die Aufführung des Roger Waters Films „Us+Them“ in Hessischen Kinos (Honestly Concerned, 4. September 2019)

2 BDS ist die Abkürzung für die international agierende Bewegung „Boycott, Divestment and Sanctions“. Diese Bewegung tritt u.a. für den Boykott israelischer Produkte und israelischer Künstler ein. Der Bundestag hat am 17.09.2019 mehrheitlich festgestellt, dass die Argumentationsmuster und Methoden der BDS-Bewegung antisemitisch sind. (Drucksache 19/10191)

E-Mail-Wechsel BgA – Capitol

Der Antisemit will den Tod des Juden

In Kassel drücken Nazis am 20. Juli 2019 unverblümt die Quintessenz des Antisemitismus aus. Die hier abgebildete Parole, die auf die Öfen in Auschwitz und auf die SS anspielt, geht über den strafbewehrten Tatbestand der Holocaustleugnung hinaus, es ist die Forderung nach Auschwitz. Beschlagnahmt wurde das Plakat nicht, verhaftet wurden die Propagandisten des Vernichtungsantisemitismus auch nicht. Aber auch der Protest gegen die Nazis in Kassel blieb gegenüber dem Kern der Naziideologie mehr oder weniger sprachlos.

„Ist die qualitative Besonderheit der Vernichtung des europäischen Judentums einmal erkannt, wird klar, daß Erklärungsversuche, die sich auf Kapitalismus, Rassismus, Bürokratie, sexuelle Unterdrückung oder die autoritäre Persönlichkeit stützen, viel zu allgemein bleiben.“ (Moishe Postone)

 

Auch in Kassel: #unteilbar mit Antizionisten

(Update: 18. Juli 2019)
Das Bündnis gegen Rechts ruft in Kassel zu einer Kundgebung gegen den geplanten Aufmarsch der rechtsextremistischen Kleinstpartei „Die Rechte“ auf. Gründe gegen diese Partei, die offen nationalsozialistische Propaganda betreibt, aufzutreten gibt es mehr als genug. Den Aufruf des Kasseler Bündnisses gegen Rechts haben auch klar antizionistisch und antisemitisch ausgerichtete Gruppen unterzeichnet: DKP-Nordhessen, Gruppe Arbeiterinnenmacht, Kasseler Friedensforum, MLPD Kreis Kassel, Jugendorganisation REVOLUTION und die SAV. Mit der „Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft“ hat mittlerweile auch eine Kasseler Gruppe den Aufruf unterzeichnet, die wie die MLPD die offiziell für antisemitisch erklärte BDS-Bewegung unterstützt (siehe: BDS-Unterstützer) und deren Vorsitzende sich an den antisemitischen Aufmärschen im Sommer 2014 beteiligte. Auch Gruppen, die „Israelkritik“ befördern oder dieser gesellschaftlich akzeptierten Form des Antisemitismus zumindest gleichgültig gegenüber stehen, wie die Bildungsstätte Anne Frank, die VVN Kassel, die Partei „Die Linke“, die Gruppe Pax Christi usw. sind auf dem Aufruf zu finden. Wie ein Bündnis gegen eine Nazi-Partei, deren ideologische Grundlage der Antisemitismus ist (vgl. Moishe Postone), Antisemiten einschließen kann, bleibt das Rätsel der Organisatoren.

Das Bündnis gegen Rechts in Kassel, Screenshot 15. Juli 2019

Während die Gruppe REVOLUTION zum gewaltsamen Sturz der israelischen Regierung aufruft und Kontakte zu terroraffinen palästinensischen Gruppen unterhält (siehe BgA-Kassel: Die Rechte und der Antisemitismus als allgemeine Erscheinung), man aber sagen könnte, aufgrund ihrer gesellschaftlichen Irrelevanz wäre sie mit Nichtbeachtung zu bestrafen, ist die Gruppe „Internationalistisches Bündnis“, die ebenfalls auf dem Aufruf zu finden ist, gesondert zu erwähnen. Dieses „Bündnis“, welches eine Vorfeldorganisation der stalinistischen MLPD ist, führt eine Organisation namens „Örtliche Gruppe Kassel der DFLP (Demokratische Front zur Befreiung Palästinas)“ als Trägerorganisation auf. Die DFLP ist eine palästinensische Terrororganisation, auf deren Konto das Ma’alot-Massaker im Jahr 1974 in Israel geht, bei dem 31 Schüler und Lehrer ermordet wurden. Auch während der sogenannten zweiten Intifada führte diese Organisation bewaffnete Aktionen gegen israelische Sicherheitskräfte durch.

Trägerorganisation des „Internationalistischen Bündnisses“ ist auch die „Örtliche Gruppe Kassel der DFLP“. (Screenshot, 15. Juli 2019)

Antifaschistische Organisationen rühmen sich – oft zurecht – ihrer Recherchearbeit. Ob sie auf dem Auge palästinensischer Antisemitismus und Terrorismus sowie Antizionismus* im Allgemeinen blind sind, oder bewusst solche Gruppen in ihre Bündnisse einreihen, muss hier ungeklärt bleiben. Auch bei der ersten Kundgebung am 22. Juni 2019 anlässlich der Ermordung Walter Lübckes war das „Internationalistische Bündnis“ als Mitveranstalter aufgeführt. Die Stadt Kassel beteiligte eine Woche später die legalistischen Islamisten des „Arbeitskreises Muslimische Gemeinden in Kassel“ an ihrer Großkundgebung.

*Obwohl es rauf und runter diskutiert wurde, hier nochmal ein Verweis auf den Zusammenhang von Antizionismus und Antisemitismus: Leon Poliakov, Vom Antizionismus zum Antisemitismus, Freiburg 1992

Wir hatten eine Pressemitteilung formuliert: PE zum Aufruf des Bündnis gegen Rechts Kassel zur Demo am 20.07.19 in Kassel

Antisemiten und Völkische auf Kassels Sommer- und Straßenfesten

Beispiel 1:

Die Ausrichter des Kasseler Internationalen Frühlingsfestes gewährten zum diesjährigen Event dem Bund der Vertriebenen die Möglichkeit, mit einem Stand auf dem Fest präsent zu sein. Nein, das natürlich nicht, aber einen Standplatz erhielt der Verein Palästinensische Gemeinde-Kassel (PG) e.V., der sich um die Menschen „palästinensischer Abstammung“ kümmern will, wobei offensichtlich die Abstammung mit kulturellen Identitäten fest verwurzelt ist und es daher der Verständigung zwischen den Kulturen bedarf1. Mitglieder dieses Vereins verkauften auf dem internationalen Frühlingsfest unter der Fahne Palästinas dem geneigten Publikum landestypische kulinarische Spezialitäten. Der Verein firmiert postalisch in der Germaniastraße. Unter gleicher Adresse ist das der BDS-Bewegung nahestehende Café Buch-Oase2 zu finden. Das Vorstandsmitglied des Vereins Dana-Al-Najem ist gleichzeitig Betreiberin des Cafés.

Faten El-Dabbas bei einer Benefizveranstaltung für die Terrorgruppe DFLP. Die PG preist auf ihrer Homepage Faten El als „Sprachrohr des Widerstandes“, das spezifisch für Geflüchtete sei.

Als Veranstalter tat sich der Verein durch Einladungen an den einschlägig bekannten Abraham Melzer3, an den notorischen Nazih Musharbash4, die in einschlägigen Kreisen herumgereichte Fidaa Zaanin5 und an die, der Terrororganisation DFLP nahestehenden, Faten El(-Dabbas)6 hervor. Letztere, so steht es auf dem Blog der PG, sei ein Sprachrohr des Widerstands, das mit Emotionen die tiefe Sehnsucht nach Heimat Ausdruck verleihe. Einer Ehrenmitgliedschaft dieser „Spoken-Word-Künstlerin“ im Bund der Vertriebenen steht bestimmt nichts mehr im Wege. Mitveranstalter bei Veranstaltungen der PG ist immer wieder auch die ebenfalls in Kassel ansässige Regionalgruppe der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft, deren Vorsitzende Brigitte Domes sich im Sommer 2014 am Aufmarsch des antisemitischen Mobs beteiligte7.

Die Tarnkappe der Freundlichkeit der Palästinensischen Gemeinde-Kassel. (HNA, 17. Juni 2019) Eine nur dünne Firnis.

Beispiel 2

In der Gießbergstraße Ecke Schillerstraße wird jährlich das Sommerfest der IGMG Millî-Görüş abgehalten. Dieses Jahr fand das Event vom 08. bis 10.06.2019 statt. Die Millî-Görüş gehört zu den legalistisch islamistischen Gruppen aus dem Umfeld der weltweit agierenden Muslimbrüderschaft8. Die Milli Görüs beruft sich nach wie vor auf ihren dezidiert antisemitischen Gründer Necmettin Erbakan9. Wie dieser trachtet die Organisation danach, die demokratische und pluralistische Gesellschaft durch eine islamistisch totalitäre geprägte abzulösen. Im hessischen Verfassungsschutzbericht 2017 heißt es: Es soll „eine Staats- und Gesellschaftsordnung nach den Grundlagen von Koran und Sunna geschaffen werden [..]. Die Millî-Görüş-Bewegung verbindet in ihrer Gesamtheit einen universalen türkisch-nationalistischen mit einem islamistischen Ansatz.“10 Die beiden in Kassel aktiven Gruppen der Milli Görüs demonstrieren ihre Verbundenheit mit ihrem Gründer Erbakan, indem sie 2016 ihre Facebookseite mit dem Konterfei Erbakans schmückten und 2017 bekundeten, dass sie ihren Führer vermissen. Eine Protestkundgebung gegen die über drei Tage währende Ansammlung rechtsnationalistischer und antisemitischer Islamisten gab es nicht.

Eine der vielen Erbakan-Huldigungen auf der Facebookseite einer der IGMG-Gruppen in Kassel

1 Die PG über ihre Ziele auf der Homepage: „In unserem Verein haben sich Menschen aus Kassel und Umgebung zusammengefunden, die sich um die Anliegen der Menschen palästinensischer Abstammung und deren Familien kümmern wollen. Wir wollen einen Beitrag leisten, um die Integration und Verständigung zwischen Menschen und Kulturen in Kassel zu fördern.“ (https://pg-kassel.de/)

2 Die Verbundenheit des Cafés und den diesem Nahestehenden mit der BDS-Bewegung wurde auf einer Veranstaltung mit Martin Breidert im Jahre 2017 mehr als deutlich: Ein Abend in einer Oase der Israelkritik. Allgemein zu den Verbindungen des Cafés siehe unter: Die Café Buch-Oase-Connection.

3 Über den für seine antisemitischen Äußerungen regelrecht berüchtigten Abraham Melzer hier mehr: „Charlotte Knobloch darf Abraham Melzer einen ‚berüchtigten Antisemiten‘ nennen.

4 Nazih Musharbash war bis 2018 Vorsitzender der Osnabrücker Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft. Diese unterstützt die antisemitische BDS-Bewegung. Seit Juni 2018 ist er Präsident der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft. Zur Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft mehr z.B. hier: „Israelhass unter kirchlichem Dach?“ in: haGalil.com, 05. Februar 2017. Über Nazih Musharbash findet man hier mehr: „Ein BDS-Unterstützer im Rahmenprogramm zur Erinnerung an die Pogromnacht“, in: haOlam.de, 02. Januar 2019.

5 Die Veranstaltung im Café Buch-Oase mit Fidaa Zaanin wurde, wie andere auch, im stramm antizionistischen Internet-Portal „Palästina-Solidarität“ beworben, auch in der MLPD-Zeitung Rote Fahne News findet sie positive Erwähnung und ist u.a. Gesprächspartnerin von Annette Groth und dem islamistischen Portal balkans.aljazeera.net.

6 Die unter dem unverdächtigen Titel „Keine Märchen aus 1001 Nacht“ im Café Buchoase aufgetretene Faten El (Dabbas) steht der palästinensischen Terror-Gruppe DFLP nahe. Siehe dazu: „Hat Berlins SPD ein Antisemitismusproblem“, Tagesspiegel, 08. September 2017

7 „Israelische und Palästinensische Gesellschaft: ‚Nicht alle unter Kontrolle’“, in: HNA, 11.08.2014. Auch die Deutsch-Palästinensische Gesellschaft Kassel unterstützt die BDS-Bewegung.

8 „Zentrale Organisationen im legalistischen Islamismus sind die türkisch geprägte Milli-Görüs-Bewegung (MGB) und die Deutsche Muslimische Gemeinschaft e.V. (DMG), ehemals Islamische Gemeinschaft in Deutschland e.V. (IGD), die als Zweig der Muslimbruderschaft bekannt ist.“ aus: Bayerisches Landesamt für Verfassungsschutz

9 Einen Auswahl Erbakans Auslassungen findet man hier. Karl Pfeifer: Von ‚Bakterien‘ und anderen ‚Zionisten‘: Zur Integration des Islamismus, in: haGalil.com, 09. Juni 2007

1948 – 2019: 71 Jahre Israel

Das Bündnis gegen Antisemitismus Kassel, das Antifaschistische Kollektiv Raccoons und Freunde gehen für Israel in Kassel auf die Straße: Am 11. Mai 2019 ab 12.00 Uhr Infostand in der Wilhelmstraße / Ecke Obere Königstraße

In der Unabhängigkeitserklärung Israels heißt es: „Die Katastrophe, die in unserer Zeit über das jüdische Volk hereinbrach und in Europa Millionen von Juden vernichtete, bewies unwiderleglich aufs Neue, dass das Problem der jüdischen Heimatlosigkeit durch die Wiederherstellung des jüdischen Staates im Lande Israel gelöst werden muss, in einem Staat, dessen Pforten jedem Juden offenstehen, und der dem jüdischen Volk den Rang einer gleichberechtigten Nation in der Völkerfamilie sichert.“ Vor dem Hintergrund, dass die Hoffnungen auf Gleichberechtigung und / oder der Assimilation der Juden in der bürgerlichen Gesellschaft nach der französischen Revolution oder im Realsozialismus nach der russischen Revolution schon lange vor der Formierung der deutschen Volksgemeinschaft durch den Nationalsozialismus enttäuscht wurde, ist die Staatsgründung Israels zum einen der erfolgreiche Versuch der Juden, die Werte von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit als Grundlage einer bürgerlichen Gesellschaft und Nation für sich zu erobern und zum anderen diese „Heimstatt“ gegen die antisemitische Internationale seit Gründung vor 71 Jahren des Staates bis heute zu verteidigen.

Die Universität in Tel Aviv hat in ihrem am 1. Mai 2019 veröffentlichten Bericht festgestellt, dass der Antisemitismus auch in 2018 stark angestiegen ist. Der Bericht der Universität Tel Aviv registriert 13 Mordfälle an Juden mit antisemitischen Motiven. Elf wurden bei einem Angriff auf eine Synagoge in Pittsburgh im Oktober getötet. Zwei weitere Morde wurden an der Holocaust-Überlebenden Mireille Knoll in Paris und dem jüdischen Studenten Blaze Bernstein in Kalifornien verübt. Der Bericht führt das Erstarken des Antisemitismus in den USA auf rechtsextreme Gruppen und Feindseligkeiten in den Universitäten zurück. Dort werden jüdische Studenten angegriffen, die Israel unterstützten. Besonders stark war der Anstieg antisemitischer Vorfälle in Frankreich und Deutschland mit 74 bzw. 70 Prozent. Verantwortlich dafür sei das Erstarken rechtsextremer Gruppen und der Antisemitismus in der wachsenden muslimischen Bevölkerung der beiden Länder. Juden fühlen sich in diesen Ländern, als würden sie in einem Ausnahmezustand leben‘, stellte Prof. Dina Porat, Leiterin des Kantor Center an der Uni Tel Aviv und leitende Historikerin in Yad Vashem fest. Mosche Kantor, Präsident des Europäischen Jüdischen Kongresses bemerkt zu dieser Entwicklung, dass die Fortsetzung jüdischen Lebens in vielen Teilen der Welt in Frage gestellt ist. (vgl.: Tel Aviv University, Violent attacks against Jews worldwide spiked 13% in 2018)

In Deutschland machen sich viele Juden angesichts der Zunahme antisemitisch motivierter Übergriffe von islamisch sozialisierten Personen aus migrantischen Communities oder ebensolchen Einwanderern und angesichts des Erstarkens rechtsextremer Parteien, in denen sich vor allem in der Anhängerschaft aber auch unter den Kadern immer wieder antisemitische Demagogen breit machen, berechtigt Sorgen. Begleitet wird diese Entwicklung durch eine beschwichtigende Haltung in Politik und Gesellschaft, die – wenn überhaupt – den Antisemitismus vor allem bei den Rechtsextremen lokalisiert und den Antisemitismus des national und international agierenden Islam weitgehend ignoriert.

Doch so beängstigend die Entwicklung des Antisemitismus in Europa auch ist, seine aktuell drastischste Form findet er in der Programmatik und der daraus folgenden Praxis der Hamas, die sich sowohl gegen Juden allgemein, als auch gegen Israel im besonderen richtet. Besonders bedrohlich für Israel ist die Atomrüstung des Irans, der die gleiche Motivation – nämlich Israel zu vernichten – zugrunde liegt.

Dieses Szenario wird in Deutschland von der Politik oft ignoriert. Gelegentliche Verurteilungen terroristischer Akte gegen Israel folgen skandalöse Aufrufe an „beide Seiten, sich zu mäßigen“. Der Terror gegen Israel und dessen Gegenmaßnahmen werden oft von irreführenden Überschriften und Kommentaren in den Medien begleitet. Angesichts Merkels Diktum, Israels Sicherheit sei „niemals verhandelbar“ und „Teil der Staatsräson“ ist diese Äquidistanz in Politik und Öffentlichkeit gegenüber Israel nicht nur zynisch. Wenn der Iran durch Handel und politische Kontakte gestärkt und die Palästinensische Autonomiebehörde in ihrer israelfeindlichen Haltung nachgerade unterstützt wird, ist die Haltung gegenüber den jüdischen Staat Israel verlogen und heuchlerisch.

.71 Jahre Israel – Gegen Antisemitismus. Das heißt für uns:

Bedingungslose Solidarität mit Israel! Gegen Antizionismus und „Israelkritik“! Keine Kompromisse mit den Antisemiten!

Reichspogromnacht 1938 – Kassel war Vorreiter

In Nordhessen war Antisemitismus besonders populär. Hier begannen die systematischen Gewalttaten gegen die deutschen Juden im Zusammenhang der Reichspogromnacht. Während die Pogrome gegen die jüdische Bevölkerung in den meisten deutschen Regionen auf Anordnung der NS-Regierung in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 durchgeführt wurden, fand in Kassel und Umgebung die „Generalprobe“ statt. Am Abend des 7. November wurden in Kassel jüdische Geschäfte geplündert und die Synagoge an der Unteren Königsstraße in Brand gesteckt. Initiatoren der Ausschreitungen waren SA-Männer, SS-Männern aus Arolsen und Kasseler Gestapoangehörige, die die zusehenden Kasseler Bürger zur Beteiligung ermunterten.

Schaulustige in Kassel vor zerstörten Geschäften jüdischer Inhaber

Die Haltung der Kasseler Bürger beschrieb der Kasseler Chronist Hans Germandi so, „Von den Leuten, die unterwegs waren, hat sich keiner getraut, etwas zu sagen.“ (HNA, 07.11.2013) Warum sollten sie sich auch trauen, etwas zu sagen, es ging ja nicht um sie. Hunderte Schaulustige waren 1938 dabei, als die Kasseler Synagoge verwüstet wurde. Anschließend zog die Menge in die Große Rosenstraße, wo die Schul- und Verwaltungsräume der Jüdischen Gemeinde ebenfalls zerstört wurden, jüdische Geschäfte und Cafés wurden geplündert.

Wie in Kassel, so kam es vom 7. auf den 8. November u. a. in Bebra, Sontra und Rotenburg zu ähnlichen Aktionen. Einen Tag später, vom 8. auf dem 9. November, fanden in vielen anderen nordhessischen Städten weitere Pogrome gegen jüdischen Bürger statt. In der Gemeinde Felsberg ist Robert Weinstein, nach dem 1. Weltkrieg Stadtverordneter in Felsberg, das erste Todesopfer des Pogroms in Deutschland. In Deutschland kamen über 400 Juden im Zusammenhang dieser Aktionen ums Leben. Etwa 30.000 jüdische Männer wurden verhaftet und in Konzentrationslager transportiert, dabei waren sie häufig dem Hohn, Spott und den Schlägen Spalier stehender Mitbürger ausgesetzt. (Ausführlich: Zu den Pogromen vom 7. bis zum 9.11.1938 in Kassel und Nordhessen)

In Kassel wurden 258 Juden verhaftet und nach Buchenwald deportiert. Der Novemberpogrom steht für die Eskalation der nationalsozialistischen Judenpolitik, die dann in der ab 1941 minutiös geplanten Auslöschung der jüdischen Bevölkerung in Deutschland und Europa ihren Höhepunkt fand. Erst die militärische Niederwerfung Deutschlands durch die alliierten Truppen beendete diese Vernichtungspolitik. Für die meisten Juden, auch der Kasseler, kam die militärische Niederlage Deutschlands aber zu spät.

Durch Zuwanderung ist die jüdische Gemeinde in Kassel wieder gewachsen. Seit 2000 verfügt die Kasseler jüdische Gemeinde auch wieder über eine schöne Synagoge. Am 9. November 2008 wurde der jüdischen Gemeinde in Kassel im Rahmen einer offiziellen Veranstaltung der Stadt und des Landkreises die restaurierte von den Nazis am 7. November 1938 zerstörte Thorarolle überreicht.

Aus der Geschichte lernen …

Nach 1945 ist zwar der offene Antisemitismus weitgehend gesellschaftlich geächtet, trotzdem ist Antisemitismus auch heute weit verbreitet. Seit Jahrzehnten gibt es einen beträchtlichen Teil der deutschen Bevölkerung, der antisemitisches Gedankengut in indirekter Form (struktureller und sekundärer Antisemitismus sowie „Israelkritik“) pflegt und reproduziert. Ein großer Teil der politischen Linken, der sozialen Bewegungen und des postmodernen akademischen Milieus pflegen einen strammen Antizionismus, den man als gesellschaftlich akzeptierten Ausdruck des Antisemitismus bezeichnen kann. Die diesem Milieu verhafteten Kasseler Gruppen das Kasseler Friedensforum und die VVN-Kassel veranstalten jedes Jahr eine „Gedenkkundgebung“ an der Gedenktafel der ehemaligen Kasseler Synagoge. Beide Gruppen arbeiten mit antizionistischen, israelfeindlichen Gruppen und Personen, BDS-Unterstützern und Personen aus dem Umfeld palästinensisch-terroristischer Gruppen zusammen (Zum Konglomerat dieser Gruppen hier mehr: Die VhS-Region Kassel gedenkt …). Das Friedensforum protegiert laufend, manchmal unterstützt durch die Uni Kassel mehr oder weniger prominente Antizionisten, Israelhasser und Antisemiten. Die jährliche Gedenkveranstaltung der VVN und des Friedensforums zur Reichspogromnacht kann man nur als Affront bezeichnen.

Offenen Antisemitismus propagieren heute zum einen die gesellschaftlich weitgehend isolierte extreme Rechte, zum anderen jedoch vor allem der politische Islam, der in beträchtlichen Teilen trotzdem – auch in Kassel – als gesellschaftlicher Dialogpartner anerkannt ist. Antisemitisch motivierte Gewalttaten und Terrorakte verüben in allen Teilen der Welt vor allem seine Anhänger. Die Täter sind häufig in islamischen Gesellschaften oder Milieus sozialisierte Menschen. Die Muslimbruderschaft und die türkische AKP sind wichtige und mächtige Organisationen die in der Verbreitung eines aggressiven Antisemitismus eine wichtige Rolle spielen. Die Hamas und die Hisbollah sind im Nahen Osten ebenfalls mächtige und militärisch ausgerüstete gesellschaftliche Gruppierungen, deren zentrales ideologisches Moment der Antisemitismus ist und deren Ziel es ist, Israel zu vernichten und deren militärischen Kräfte immer wieder die israelische Zivilbevölkerung angreifen. Die Fatah bzw. die politischen Verantwortlichen der Palästinensische Autonomiebehörde verfolgen ein ähnliches Ziel. Die EU und auch Deutschland finanzieren direkt und indirekt diese Politik.

Mit dem Iran gibt es sogar einen Staat, dessen Staatsräson die Vernichtung Israels ist. Der Iran versucht seit Jahrzehnten in den Besitz von Atombomben zu gelangen. Die Politik der USA, diesem Staat das Handwerk zu legen und jene Behörde in die Grenzen zu weisen, wird ebenfalls von Deutschland und der EU mit impertinenter Beharrlichkeit sabotiert. Klare Stellungnahmen gegen diese Ausrichtung der deutschen Politik auf allen Ebenen sind auch auf den stadt-offiziellen Gedenkveranstaltungen zum Pogromtag nicht zu erwarten.

… heißt:

  • Gegen Antisemitismus!
  • Gegen Antizionismus!
  • Für Solidarität mit Israel!
  • Keine Toleranz dem politischen Islam!
  • Stoppt das iranische Atomprogramm!
  • Stoppt die Finanzierung palästinensischer Institutionen und NGO!
  • Stoppt die Unterstützung der UNRWA!