Support Israel!

we stand with israel Es kostet nicht viel, sich in Deutschland für Israel zu positionieren. Trotzdem sind es nicht viele, die das tun, warum? Man „riskiert“ als Imperialist, Kriegshetzer, Antideutscher, Judenknecht oder als Spinner bezeichnet zu werden, wenn man nicht gleich verdächtigt wird, Jude zu sein. Man macht sich eben nicht viele Freunde – wenn schon! Wir stehen bedingungslos an der Seite Israels!

Die, die Ihren Kopf für das Land hinhalten das sind jedoch andere:

idf In der Berichterstattung der Medien kommt der Standpunkt der israelischen Regierung wenig, und häufig dann nur verzerrt, zur Geltung. Die Berichterstattung über Antisemitismus unter den Arabern resp. den Palästinensern und über den Terror gegen Israel spielt eine untergeordnete Rolle. Vermeintliche Ursachen, wie Siedlungsbau, Diskriminierung der Araber und Besatzungspolitik stehen wie immer im Focus der Kommentierung und Berichterstattung.

Eine der wenigen Ausnahmen ist die Zeitung „Die Welt“: Terrorwelle erreicht die Innenstadt Tel Avivs

Lassen wir die Vertreter des Landes zu Wort kommen, das mit dem Rücken zur Wand steht:

Israels Position zur aktuellen Situation

Vergleiche hinken …

Analogie

… der eine hat nicht nur einen  Kinnbart, den der andere nicht hatte, auch hegt der mit Kinnbart nicht die Illusion, einen Friedensvertrag unterzeichnet zu haben. Im Gegensatz zu dem Regime des Oberlippenbärtchenträgers, der hier nicht abgebildet ist, verfügt die von dem mit dem Kinnbart vertretene Regierung Dank des „Abkommens“ bald über eine Waffe, die die des Herrn mit dem Oberlippenbärtchen nicht hatte. Aber die Regierung mit der jetzt das Abkommen geschlossen wurde, wird ja bekanntlich von einer „moderaten“ Regierung geführt. Ahmadinedschad drohte, Israel von der Landkarte zu streichen, Rohani, dagegen: „Die islamische Welt muss gegenüber dem zionistischen Regime Einheit zeigen, da dieses Regime eine alte Wunde ist, die seit Jahren in ihrem Körper steckt und beseitigt werden muss.“ Der der noch keine Atombombe hatte, drohte die Vernichtung der jüdischen Rasse in Europa an. Ein Abkommen im Jahre 1938 bahnte ihm und seinem Volk den Weg.

Warum also das aktuelle Abkommen eine Katastrophe ist, erläutert David Horovitz: Iran’s President Hassan Rouhani on Tuesday unsurprisingly hailed the nuclear agreement struck with US-led world powers, and derided the “failed” efforts of the “warmongering Zionists.” His delight, Iran’s delight, is readily understandable. The agreement legitimizes Iran’s nuclear program, allows it to retain core nuclear facilities, permits it to continue research in areas that will dramatically speed its breakout to the bomb should it choose to flout the deal, but also enables it to wait out those restrictions and proceed to become a nuclear threshold state with full international legitimacy. Here’s how.

16 Gründe werden von Horovitz im Folgenden angeführt: 16 reasons nuke deal is an Iranian victory and a western katastrophe.

(jd)

Hate-Parade in Kassel und die Fahnen der Vernunft

Die Kundgebung „Frieden in Palästina“ traf auf öffentlichen Widerspruch. 100 Menschen boten unter dem Motto „Gegen Antisemitismus und Israelhass auf Kassels Straßen“ den Israelfeinden die Stirn und setzten sich eine gute halbe Stunde Drohungen, Beschimpfungen und einem infernalischem Gebrüll und hysterischem Gegeifer aus. Zur Vorgeschichte: Die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Kassels rief uns am Freitag an und teilte uns mit, aus Angst vor Übergriffen habe man den Religionsunterricht in der Synagoge abgesagt. Bis zu diesem Zeitpunkt war noch unklar, ob man den bundesweit gemeinsam anvisierten Termin am Donnerstag nehmen soll, um kund zu tun, dass es in Deutschland auch Menschen gibt, die Israel auch dann zur Seite stehen, wenn in den Medien die Berichte über den schrecklichen Alltag des Krieges dominieren. Zeit blieb uns nicht viel, aber der unglaubliche Zustand, dass Juden in Deutschland wieder Angst haben müssen, spornte uns an.

Nach einigem Hin und Her gelang es, einen von den Gruppen a:ka Göttingen, BgA-Kassel, CjZ-Kassel, DIG-Kassel, Fachschaftsrat Sowi Göttingen, Jüdische Gemeinde Kassel und der Jüdische Liberale Gemeinde Nordhessen gemeinsam getragenen Aufruf zur Kundgebung zu veröffentlichen. Sehr unterschiedliche Gruppen, die eines eint, Antisemitismus und Israelhass nicht zu dulden und dies der Öffentlichkeit auch dann mitzuteilen, wenn dies unangenehm und gefährlich ist und man sehr offensichtlich die Einsamkeit spürt. Mit diesem Engagement liefert man den Medien keine wahlkampfaffinen Bilder. In solche Situationen bekommt man auch keine Schnittchen und feine Stöffchen zum Trinken und freundliche Fragen der Presseverterter serviert, sondern weil man allen Grund dafür hat, Sonnenbrillen und tiefe Mützen auf zu haben, das Umfeld genau im Blick zu haben, ob sich nicht doch ein Schläger der Hamasfreude und der mit ihnen verbündeten Nazis in die eigenen Reihen einschleicht, bleibt wenig Muße um die Pressefritzen zu beachten um ihnen Fragen zu beantworten, die nachher doch nicht den Weg in die Öffentlichkeit finden.

Dank vieler weiterer Freunde und Freundinnen aus Marburg und der Antifa aus Kassel (ak: Raccoons), waren wir dann doch mehr als gedacht. Fast hundert Menschen unterschiedlichen Alters mit sehr unterschiedlichen politischen Auffassungen und aus unterschiedlichen Gruppen und Vereinigungen standen am Fuße der Treppenstraße um dem antisemitischen Mob symbolisch die Stirn zu bieten.

Die Fahnen von freundlichen und völlig harmlosen Bürgern gehalten lösen einen unbeschreiblichen Hass aus

Die Fahnen von freundlichen und völlig harmlosen Bürgern gehalten, lösen einen unbeschreiblichen Hass aus. Hier herrschte noch eitel Sonnenschein.

Um 15.30 Uhr begann unsere Kundgebung. Den Anfang macht die Vorsitzende der Jüdisch Liberalen Gemeinde Nordhessens. Sie betonte, dass ihre Sorge allen Menschen sowohl in Israel als auch denen im Gaza gelte, die unter den kriegerischen Auseinandersetzungen zu leiden haben. Menschen die dem Handeln ihrer Regierungen ausgeliefert sind ob sie mit ihnen einverstanden sind oder nicht und von denen die meisten sich doch ein Leben in Frieden wünschten. Sie beendete ihren Beitrag mit einem eindrücklichen jüdischen Gebetsgesang.

Einen weiteren Redebeitrag steuerte ein Freund von der Fachschaft Sozialwissenschaften aus Göttingen bei, der den Zusammenhang von Antisemitismus und der Notwendigkeit eines jüdischen Staates – nämlich Israel – herleitete, der nur durch eine effektive Armee gegen die tödliche Bedrohung des Antisemitismus verteidigt werden kann.

Die Herren in Blau mussten schrecklich schwitzen und haben ihr Feierabendbier diesesmal mehr als verdient - Dank ihnen kamen wir alle heil nach Hause.

Die Herren in Blau trugen dazu bei, dass wir heil nach Hause kamen.

Jonas Dörge vom BgA-Kassel ging auf den politischen Skandal ein, dass antisemitische Zusammenrottungen auch in Deutschland möglich sind und sich Politik und Medien in Schweigen hüllen, gerade auch von denen, die zu gedenkfeierlichen Anlässen sich gerne als geläuterte Deutsche ausgeben und betonen, Deutschland habe aus der Geschichte gelernt. Dörge verwies, Jean Paul Sartre zitierend, auf den Charakter des Antisemiten. Antisemitismus ist keine Meinung sondern eine Leidenschaft und der Hang des Antisemitismus zum Sadismus zeichne sich dadurch aus, dem Juden die finstersten Verbrechen anzuhängen und sich leidenschaftlich in der Schilderung der selben zu suhlen.

Wie zum Beweis trafen einige Minuten später die Freunde der Hamas ein. Gertrennt von zwei Reihen Polizisten in schwerer Montur brach ein unglaublicher Hass aus der Masse aus, als sie sich vergegenwärtigen mussten, dass eine Gruppe von friedlichen Demonstranten Israelfahnen schwenkten. Die Gruppe entpuppte sich als wahrer Mob und sie schrieen die bekannten gewaltgeschwängerten und hasserfüllten Parolen und führten wahre Veitztänze vor der wackeren Reihe der Polizei auf.

Der Antisemit käut wie besessen obszöne und kriminelle Taten wieder, die ihn erregen und seine perversen Neigungen bef

Der Antisemit käut wie besessen obszöne und kriminelle Taten wieder, die ihn erregen und seine perversen Neigungen befriedigen. (Sartre)

Wir riefen ihnen unter anderem entgegen „Lang lebe Israel“, Shalom, Shalom“, „Alerta Antifaschista“. Wäre die Polizei nicht gewesen, wir wären dem rasenden Mob hilflos ausgeliefert gewesen – daher an dieser Stelle, ein großes Danke Schön an die Polizei, die diesesmal wusste was zu tun war.

Von den Kasseler Stadtoberen, von den Vertretern der Politik – keine Spur. Der Oberbürgermeister Betram Hilgen sei nicht in der Stadt. Der Grundsatzreferent des Oberbürgermeisters Reinhold Weist lief auf der anderen Seite der Polizeikette, bei den Freunden der Hamas, er zeigte nicht, dass er mit dem rasenden Mob nicht einverstanden war.

Die Raccoons und T.A.S.K. beschäftigen sich mit dem wichtigen Aspekt der Querfront, die sich immer dann eröffnet, wenn es um Israel geht oder um die Gefährdung des deutschen Volkes durch finstere Mächte, seien es die FED, das internationale Finanzkapital, die NSA, der Kulturimperialismus usw… Über das aktuelle Bündnis, das sich am Dienstag zusammenfand hier mehr: „Kasseler Zustände, Besonders erwähnenswert ist die Unterstützung der israelfeindlichen Demonstration durch Personen aus dem Organisationskreis der in Kassel wöchentlich stattfindenden Montagsmahnwache, sowie aus Teilen des antiimperialistischen Spektrums um die Organisationen Revolution, Arbeitermacht, SDAJ und MLPD. Nicht nur die Aluhut-Fraktion mobilisierte bereits im Vorfeld, gemeinsam mit den antiimperialistischen Kleinstgruppen stellten sie einen Teil der Ordner*innen Struktur der Demonstration. Dabei gaben gerade diese Gruppen um Revolution und Co. noch zu Beginn der Montagsmahnwachen an, sich gegen Faschismus, Antisemitismus und Verschwörungstheorien auszusprechen – offenkundig ein reines Lippenbekenntnis.

Eine bezeichnende Fotostrecke der Lokalpresse: I‘ am a Muslim, don’t panic

Redebeiträge

Deborah Tal-Rüttger

Beitrag H.B. FB Sowi/Göttingen

Der Beitrag von Jonas Dörge (BgA-KAssel)

Aufruf: Gegen Antisemitismus und Israelhass auf Kassels Straßen

we stand with israel

Unter dem Motto „Frieden in Palästina“ ruft eine bislang unbekannte Gruppe für den 15. Juli 2014 zu einer Demonstration durch die Kasseler Innenstadt auf. Wer sich die Facebook- Seite der Veranstaltung anschaut, bemerkt schnell: Hier geht es vielen nicht um Frieden, sondern um die Zerstörung Israels. Einige der bislang rund 1.200 angekündigten Teilnehmer äußern sich offen antisemitisch. Zudem wird der demokratische Staat Israel immer wieder mit dem Nationalsozialismus gleichgesetzt, was von den Veranstaltern toleriert wird.

Die Veranstalter behaupten, Israel massakriere die Palästinenser, verhalte sich „unmenschlich“ und begehe einen „Genozid“. Diese Wortwahl bei gleichzeitiger Ausblendung der terroristischen Angriffe der Hamas auf die israelische Zivilbevölkerung ist nicht nur in jeder Hinsicht unangemessen – sie dient auch der Dehumanisierung der gesamten israelischen Bevölkerung. Mit „Frieden“ hat das nichts zu tun, es ist im Gegenteil die Unterstützung des Terrorkrieges des Hamas, unter dem Israelis und Palästinenser im Ergebnis gleichermaßen leiden. Eine solche Demonstration auf den Straßen Kassels kann nicht unwidersprochen bleiben.

Wir befürchten, dass es am 15. Juli 2014 – wie bereits im Jahr 2009 – zu massiven antiisraelischen und antisemitischen Äußerungen kommen wird. Jüdische Bürger oder als Juden betrachtete müssen an diesem Tag in der Kasseler Innenstadt Beschimpfungen, Provokationen und körperliche Angriffe durch Teile der Demonstranten befürchten. Das darf nicht geduldet werden. Wir fordern alle demokratischen Kräfte in Kassel auf, genau hinzusehen, wenn unversöhnlicher Israelhass und Antisemitismus durch unsere Straßen getragen werden – und dazu auch Position zu beziehen. Wir haben zum Zweck der Versammlung der demokratischen Kräfte eine Kundgebung angemeldet, zu der wir herzlich einladen. Diese Kundgebung vertritt folgende Ziele:

 

  • Gegen Antisemitismus und Israelhass auf Kassels Straßen
  • Keine Propaganda für Terrororganisationen
  • Solidarität mit den von Übergriffen bedrohten Menschen
  • Solidarität mit der einzigen Demokratie im Nahen Osten: Israel
  • Solidarität mit den Bewohnern Kassles Partnerstadt Ramat Gan, die derzeit von palästinensischen Raketenangriffen bedroht werden


Von der Polizei erwarten wir, dass sie sich unmissverständlich allen Bestrebungen entgegenstellt die die Kasseler Synagoge und andere Einrichtungen jüdischer Bürger Kassels zur Zielscheibe zu machen.

Unsere Kundgebung wird am Dienstag ab 15.30 Uhr an der Treppenstrasse/Ecke Obere Königstraße (zwischen Sportarena und Nordsee) stattfinden.

Das Flugblatt: Aufruf

Der Aufruf wird getragen von:
a:ka Göttingen
BgA-Kassel
CjZ-Kassel
DIG-Kassel
Fachschaftsrat Sowi Göttingen
Jüdische Gemeinde Kassel
Jüdische Liberale Gemeinde Nordhessen

Zerstörer aus Berufung, Sadist reinen Herzens, ist der Antisemit in der Tiefe seines Herzens ein Verbrecher. Was er wünscht, was er vorbereitet, ist der Tod des Juden. (J.-P. Sartre)

Egal wer’s letztendlich war: Sie hatten keine Chance und fielen einem oder mehreren Mörder/n zum Opfer, der oder die sie umbrachte/n, weil sie Juden waren. Die, die von „verschollenen Siedlerkindern“ schreiben und damit zu erkennen geben, dass der Mord an den Jungs vielleicht Folge eines, von ihnen seit je kritisierten, Zusammenhanges sei und also letztlich von den Eltern (den „Siedlern“) zu verantworten sei, sind nicht nur pietätlos, sondern nehmen klammheimliche Partei für diejenigen, die es auf den Mord ankommen lassen.

3374-vier-kerzen

Eyal, Gilad und Naftali wurden ermordet

Die, die vor einer Eskalation warnten und damit die Israelis und nicht die Entführer meinten sind nicht besser, weil sie genau das verurteilenswert finden, was den oben genannten angesichts der Nachricht über den Tod der drei Jungens in der zweiten Zeile einfällt, nämlich „das Israel während der Suche nach den Jugendlichen zahlreiche Hamas-Stellungen angegriffen hat“. Diese Zeile ist mittlerweile abgeändert worden. Die Änderung macht das Ganze aber nicht besser. Dem in Deutschland sehr beliebten Außenminister fällt angesichts der Todesnachricht ein, Israel zu einer Wiederaufnahme der Friedensgespräche mit den Palästinensern aufzufordern.

# bring the boys back home – Über eine Aktion in Kassel

with a little help from our friends

Kassel liegt zwar mitten in Deutschland, hat einen „Flugplatz“, einen „Hafen“ und sogar eine „Friedensbewegung“ und Kassel hält viel auf sich, weil es eine Partnerstadt in Israel hat. Trotzdem ist Kassel eine Provinzstadt, dort für israelische Jugendliche Solidarität zu mobiliseren, noch dazu, wenn sich der Staat Israel nicht in demütiger Haltung präsentiert, auch nicht das Klischee des Schutzjuden erfüllt und um Beistand in der „Weltgemeinschaft“ bittet, sondern martialisch die Muskeln spielen lässt und mit allen Mitteln versucht, die Jungs zu retten? Das klingt abwegig!

Rathauskreuzung V

Auf der Rathauskreuzung, die Tram muss warten – Viel länger warten Eyal (19), Gilad (16) und Naftali (16) angsterfüllt in irgendeinem Verlies auf ihre Befreiung.

Wenn die Anhänger des deutschen Friedens gegen die USA, gegen die NATO oder gegen Israel mobilisieren, sind in Kassel schnell ein paar hundert zur Stelle, wenn die Veganer gegen Schlachthäuser zu einer Demo mobilisieren, sind es flux auch ein paar Dutzend, wenn die Stadt zum offiziellen Besäufnis ruft, dann ist die Stadt voll – im wahrsten Sinne des Wortes.

Als es darum ging, sich am bundesweiten Flashmob zu beteiligen, hegten wir in Kassel erhebliche Zweifel, ob so eine Aktion möglich sein wird. 2010, als zwei Freunde Israels in Kassel die Idee hatten, einen kleinen Infostand gegen den Israelhass der Friedensbewegung zu improvisieren, machten wir es einfach, damals kamen einige junge Kasseler und Kasselerinnen zu uns und leisteten Unterstützung. Aus Frankfurt kam jetzt die Ermutigung, eine Kreuzung zu besetzten, dass ginge auch mit wenigen. Also denn, 10 Leute sollten es sein, so unser Ziel. Mit der Unterstützung der Freunde der Kasseler Antifa waren wir dann auch 10 und liefen zur großen Rathauskreuzung und ein paar Minuten mussten die Trams und die deutsch beflaggten Autofahrer warten. Ob ihr Hupen solidarisch gemeint war – wohl eher nicht.

Rathauskreuzung III

Auf die Kasseler GenossInnen der Antifa ist Verlass – im Gegensatz zu so manch‘ anderer Stadt

Warum das Ganze? Drei Jugendliche Israelis werden entführt. Was den Medien sofort einfällt ist „Siedlerkinder“, die Entführung käme der Israelischen Regierung zupass, würde den Vorwand liefern den Friedensprozess endgültig ad acta zu legen, als wäre der nicht sowieso schon tot, würde Israel dazu dienen, die palästinensische Einheitsregierung in Misskredit zu bringen, als gäbe es nicht dazu Anlässe genug, etc., etc. Noch widerlicher ist der Applaus, der von vielen Palästinensern dem Ereignis gespendet wird.

An diesen Stellen lässt sich nachlesen, was in Deutschlands Öffentlichkeit so los ist. Letters from Rungholt, Spirit of Entebbe und Lizas Welt … Ein Artikel der für sich selbst spricht, ist in der als seriös geltenden „Die Zeit“ zu finden.

Rathauskreuzung 1

Bring the boys back home! – Solidarität mit den entführten Jungs, mit den Eltern und mit Israel, ist keine Massenveranstaltung

Aber auch die Politik ist nicht viel besser. An vielen feierlichen Terminen redet das offizielle Deutschland parteiübergreifend gerne von Verantwortung vor der Geschichte, von dem besonderen Verhältnis, welches Deutschland gegenüber Israel einzunehmen hat usw., kommt es darauf an, Flagge zu zeigen, sieht es eher mau aus.

Entführung und Politik – Steht Israel zur Seite!

Drei entführte Jungs, was geht uns das an, in der ganzen Welt werden Menschen entführt! Diese Entführung steht symptomatisch für die Situation Israels. Während alle Welt Israels Wohnungsbaupolitik skandalisiert und von Israel verlangt, endlich Frieden zu schließen, hat Israel tagtäglich mit terroristischen Aktionen zu tun, ist der, nach wie vor gültigen, Vernichtungsdrohung durch den Iran ausgesetzt und muss zur Kenntnis nehmen, dass die arabischen Staaten nicht dazu bereit sind, Israel als jüdischen Staat zu akzeptieren. Eine Situation, die von den, mit Israel in angeblich freundschaftlicher Verbundenheit stehenden Staaten und von dem Staat, der von sich behauptet, eine historisch begründete Verantwortung übernommen zu haben, schulterzuckend hingenommen wird.

Nachdem Hamas und Fatah eine Einheitsregierung bildeten, forderte sogar der als unverbrüchlich geltende Verbündete Israels, die USA, man müsse mit dieser Regierung verhandeln, deren Unterorganisationen mutmaßlich Drahtzieher der Entführung sind.

Während die Eltern in großer Sorge um ihre Jungs bangen, sehen palästinensische Organisationen die Entführten als Ratten und wird in den Autonomiegebieten die Entführung als erfolgreiches Event gefeiert.

A hard strike [A blow that teaches a lesson]

Die offizielle Facebook-Seite der „Palästinensischen Autonomiebehörde“ zeigt eine Karikatur der entführten israelischen Studenten als Ratten.

Hier kann man sich ein Bild über die Betroffenen machen:

Eyal

 

Gilad

Naftali

Auch wenn das diejenigen, die das in Deutschland zum Ausdruck bringen, eigenlich nichts kostet, den Entführten, den Eltern und Israel gehört unsere uneingeschränkte Solidarität: # Bring Back Our Boys

L_Helf

In Kassel am 20. Juni 2014 um 14.00 Uhr Treffpunkt am Opernplatz.