Unvollständige Chronik des Antisemitismus in Kassel und Kompendium politischer Dummheit

18. April 2017: Der Vorsitzende des Ausländerbeirates Kassel Kamil Saygin kommentiert das Ergebnis des türkischen Referendums: „Es ist die Entscheidung des Volkes, die jeder akzeptieren sollte.“ (HNA, 18.07.2017) Saygin ist Mitglied der AKP-Lobby-Organisation UETD.

23. März 2017: Die salafistische Medina Moschee in Kassel wird geschlossen. Jugendliche Zaungäste bekennen sich Reportern der HNA gegenüber offen dazu, Juden zu hassen.

7. Dezember 2017: In der Vorlesungsreihe „Welt aus den Fugen“ an der Uni Kassel, darf Karin Leukefeld als Referentin zum Thema Syrien sprechen.

17. November 2016: Das 33. Dokumentar- und Videofest zeigt in Kassel den „Film Europa – Ein Kontinent als Beute“. Der Film präsentiert die Verschwörungstheoretiker Daniele Ganser und Dirk Müller.

November 2016: Besucher der Synagoge in Kassel werden wiederholt auf ihrem Weg nach Hause von Autofahrern bedrängt. Einer zeigt sich mit einer palästinensischen Fahne erkenntlich. (Quelle: Informationsstelle Antisemitismus Kassel, „Vorfall 24 + 25“)

30. September 2016: Die Kasseler Partei „Die Linke“ nominiert Murat Cakir zum Kandidaten für die OB-Wahl 2017. Cakir erklärte anlässlich des Versuchs der Bundestagsfraktion Die Linke, Israelboykottbewegungen und „Ein-Staats-Lösungen“ für unvereinbar mit der Parteilinie zu erklären, „dies sei der dümmste Beschluss in der Geschichte der Bundestagsfraktion„.

25. September 2016: Der von Holocaustleugnern beeindruckte Autor geschichtsrevisionistischer Romane Bernhard Schlink hält die Laudatio für den Preisträger des Kasseler Preises „Glas der Vernunft“ Edward Snowden.

20. September 2016: Die RIAS berichtet über einen antisemitischen Übergriff mitten in Bad Hersfeld. Einem Kippa tragenden Juden wurde in der zentralen Fußgängerzone von Bad Hersfeld von einer fünfköpfigen Gruppe junger Männer die Parolen „Yahoud, Yahoud“, „Tod Israel“, “Scheiss Israel“ und „Fuck Israel“ hinterher gerufen. Sie verfolgten den Betroffenen für 10-15 Minuten.

30. Juli 2016: Etwa 70 Freunde und Freundinnen der Liebe und des Haschischkonsums demonstrieren in Kassel gegen die „Amerikanisierung des Abendlandes„.

17. Juli 2016: Auf einer Kundgebung gegen den Putsch in der Türkei ruft der Imam der DITIB-Moschee Mattenberg zum Märtyrertod und zur Vernichtung der Gegner auf.

Juli 2016: Der AfD-Abgeordnete im Kreistag Landkreis Kassel Gottfried Klasen postet antisemitische (und auch völkische) Statements auf seiner Facebookseite. Interessant an diesem Ereignis ist auch, dass sich darob die staatsoffiziöse antifaschistische Einheitsfront formiert und einhellig den Rücktitt des Politikers fordert, anstatt sich um die Probleme in den eigenen Reihen zu kümmern. (Antisemitismus, die unerwünschte Meinung)

01.05.2016: Die Politsekte REVO stellt in einem Aufruf zum 1. Mai in Kassel Israel auf eine Stufe mit Terrorregimen wie Iran und Saudi Arabien. Diese Gruppe, die in ihrem „Manifest“ die Zerstörung des Staates Israel fordert, betonte ferner, sich auf die Seite von „Befreiungsbewegungen“ u.a. in Palästina zu stellen. Ausdrücklich wird dabei die Terrorgruppe PFLP genannt. (Auch in Kassel: Am 1. Mai Solidarität mit antisemitischen Terrororganisationen)

06.03.2016: In den Kreistag Hersfeld-Rotenburg wird ein ehemaliger Reichsinnenminister der „kommissarischen Reichsregierung“ gewählt und ein veritabler Antisemit, der Benjamin Netanyahu, Barak Obama und Angela Merkel in das Lager wünscht und die Abgeordneten des Bundestags erschießen möchte. (AfD-Abgeordnete treten den Rückzug an.)

01.01.2016: Auf seinem Weg in die Kasseler Synagoge wird ein religiöser Jude im Bereich am Stern von einem unbekannten Mann mit den Worten „Heil Hitler gegrüßt“. (Informationsstelle Antisemitismus Kassel)

08.12.2015: Das Kasseler Friedrichsgymnasium lädt Prof. Dr. Werner Ruf zu einer Podiumsdiskussion zum Thema Terroranschläge in Paris ein. Werner Ruf bezeichnet die Islamisten als Widerstandskämpfer, den Terror der Palästinenser als Engagement für den Frieden. Ob er die Mordanschläge in Paris als Widerstand gegen den Westen qualifizierte oder als Friedensfanal für den Nahen Osten ist nicht überliefert. 

30.11.15: Das Kasseler Friedensforum findet, „Krieg sei das falsche Mittel“ – sie meinen den Krieg in Syrien. Eine „Steigerung des Krieges“ führe auch zum Anstieg der Terrorgefahr in Deutschland. Warum sie nicht in Raqqa dem IS, in Damaskus dem Assad, oder in Aleppo der Al Nusra diese Binsenweisheit unter die Nase halten, bleibt das Geheimnis des Friedensforums, auch was sie mit Steigerung des Krieges meinen. Was ist ein gesteigerter Krieg? Mit zwei Tornados Aufklärung zu fliegen?

30.11.15: Das Kasseler Popsternchen Katja Friedenberg findet, Xavier Naidoo sei ein warmherziger Mensch und da seine Meinung nicht massenkompatibel ist, eben auch mal polarisierend. Es sei eine Schande was der NDR mit ihm gemacht habe. Mit dabei bei denen, die Naidoos Geraune über die Juden offensichtlich polarisierend finden, ist die ebenfalls aus Kassel kommende Politikerin Antje Vollmer.

14.10.2015: Der Honigmann weiß, dass jemand, der sich dem deutschen Mob entgegenstellt, ein Judenknecht sein muß.

13.10.2015: Antisemiten bedrohen und bedrängen einen jungen Mann auf offener Straße (BgA-Kassel).

11.10.2015: Auf der Anti-TTIP Demo in Kassel singt Rene Rebell. Dieser weiß, dass der Teufel die Welt in seinen Krallen hält. (BgA-Kassel)

27.09.2015: Auf dem Vorplatz des Bahnhofs Wilhelmshöhe in Kassel sind aus einer Gruppe von drei bis vier Personen am 27. September 2015 die Parolen „Dir hätte Auschwitz auch gut getan“ sowie „Ab in die Gaskammer, Jude!“ gerufen worden. (Informationsstelle Antisemitismus Kassel)

24.09.2015: Antisemiten bedrohen Musiker und andere Anwesende vor einem Konzert. (BgA-Kassel)

04.09.2015: In einer Gerichtsverhandlung vor dem Landgericht in Kassel verlang der Richter von einer Zeugin, den „Hitlergruß“ vorzuführen. Die Handlung, um die es vor Gericht geht, hätte auch eine Abwehrgeste des Mannes sein können, der den deutschen Gruß entrichtete. Die Zeugin verweigert den „Hitlergruß“.

14.06.2015: Der an die Stadtbücherein Korbach angegliederte Verein „Lesebändchen e.V.“ lädt Abraham Melzer zur Frage „Der israelisch-palästinensische Konflikt“ ein. Die Fragestellung des Abends ist: „Darf man die Politik Israels kritisieren?“ Die Korbacher werden das ja mal wohl fragen dürfen – Die Hamas und die Hisbollah wissen auch eine Antwort, die Melzer verstehen kann. (lokalo24.de)

29.05.2015: ISIS Sprühereien in Kassel

19.01.15: Auf der Gegenkundgebung zur Kagida moderiert Tobias Rosandic das Mikro. Dieser Politaktivist gehört der MLPD an. Im Sommer 2014 tat er sich mehrmals als Einheizer für die Israelhasser hervor. Mehrfach lärmt auch eine Trommeltruppe auf Seiten der Gegendemonstranten gegen die Kagida, sie wird von MLPD-Aktivisten gestellt, einer von ihnen trägt das Schild “Freiheit für Palästina”. Sie sind also auf beiden Seiten zugegen, die Judenhasser und Antizionisten. Offenen Judenhaß propagiert der Dauerredner der Kagida.

05.01.2015: Die Kagida ist hartnäckig und demonstriert montäglich mit 100 bis 200 Anhängern in Kassel. Ihr gesellen sich regelmäßig Nazis zu. Es gibt also nach wie vor für viele einen Grund gegen diese Aufmärsche zu demonstrieren. Immer wieder versuchen Gegendemonstranten, sich dem Umzug der Kagida in den Weg zu setzten, was bis zum 19.01. auch von der Polizei nicht unterbunden wird. An diesem Tag aber schlägt die Polizei zu, mehrere Blockierer werden schwer verletzt. Die HNA berichtet wie gehabt von Verkehrsbehinderungen. (vgl., Publikative.org: Prügel für die Antifa)

01.12.2014: Die Pegida bekommt mit Kagida einen Ableger in Kassel. Diese wollen nun montäglich gegen eine drohende Islamisierung in Kassel demonstrieren. Die HNA stellt diese Truppe, bei der auch Anhänger der NPD zugegen sind, als “Islamgegner” dar. Die Kagida ruft auch Gegendemonstranten auf den Plan. Unter den Gegendemonstranten sind von Anbeginn an auch die dabei, die am 15. Juli gegen Israel und Juden demonstriert haben. Diskussionsversuche innerhalb des “Bündnis gegen Rechts” über diese Problematik bleiben ohne Ergebnis. Die Freunde von der T.A.S.K. berichten kontinuierlich über diese Bagage.

15.09.2014: Auf der zum x-ten Mal stattfindenden “Friedensmahnwache” in Kassel tritt die homosexuellenfeindliche Band “Die Bandbreite” auf. Einige Antifas stören erfolgreich diese Aktion.

15.08.2014: Mit deutlich reduzierter Teilnehmerzahl findet erneut eine Kundgebung gegen Israel statt. Auf dieser Kundgebung spricht neben Abraham Melzer auch das Mitglieder der Partei “Die Linke” und Stolpersteinmitinitiator Ulrich Restatt und behauptet u.a.: “Der Tod ist heute ein Meister aus Israel.” Mit dabei die ist die SA-Voran und mit Jochen Boczkowski ein weiterer Mann aus dem Verein Stolpersteine in Kassel e.V. Die HNA findet diesesmal deutliche Worte.

06.08.2014: Der Felsberger Stadtverordnete Karl Meyfarth hängt Plakate mit dem Inhalt: “Israel Rassisten wie die SS” auf. (HNA 06.08.2014) Die Polizei beschlagnahmte die Plakate, mußte sie aber wieder zurückgeben. Meyfarth hält den Vergleich mit der SS überraschungsfrei nicht für unangebracht: „Ähnliche Plakate hatte ich auch schon während des letzten Kriegs im Gazastreifen an meinem Haus aufgehängt.“

04.08.2014: Das Kasseler Friedensforum organisiert eine Kundgebung, auf der Werner Ruf eine Rede hält. Die Kundgebung will sich mit der israelischen Kundgebung für Frieden in “israels Hauptstadt” Tel Aviv solidarisieren. Ruf wirft u.a. den israelischen Streitkräften vor, gezielt Kinder zu ermorden und bestreitet, dass die Hamas ihre militärische Logistik in oder in der Nähe von zivilen Einrichtungen positioniert.

Juni und folgende Monate 2014: Antisemitische Schmierereien in der Unterführung Holländischer Platz: „reds and jews go gas“, „kill all jews“, „Judenschwein“. Obwohl die Schmiereien regelmäßig übermalt werden, tauchen sie immer wieder auf.

28.07.14: Dem Faible für den deutschen Landser und Vernichtungskrieger sowie deren Mordstechnik bietet die HNA zum wiederholten Male Raum. Nachdem die HNA am 25.07.2014 über Rüstungspläne der Firma Henschel berichtete, zu der angeblich auch Pläne für eine Atombombe gehörten, gibt sie dem nordhessischen Panzersoldaten Erich Becker ein Forum für seine Kriegserlebnisse. Der erkennt sich auf dem am 25.07.2014 veröffentlichten Foto wieder, damals mit dem “Tiger auf dem Weg durch die Ukraine.” Bis Moskau sei er gekommen, Schnee und Kälte hätten ihn und seine Kameraden schwer zugesetzt. Was die Herren bis kurz vor Moskau, später in Italien und Jugoslawien mit ihren Panzer so trieben wird nicht weiter thematisiert.

18.07.2014: Die Organisatoren des Aufmarsches vom 15. Juli wiederholen den Versuch, gegen Israel zu demonstrieren. Nach Intervention der Jüdischen Gemeinde in Kassel, die sich von den aufmarschierenden Antisemiten bedroht fühlt, macht die Stadt zur Auflage, dass die Kundgebung zum Rathaus führt und nicht wie vorher geplant zum Stern, der in unmittelbarer Nähe der Kasseler Synagoge liegt. Der Kasseler OB zeigt sich in der Synagoge um seine Solidarität mit der Jüdischen Gemeinde auszudrücken.

15.07.2014: Nach 2009 kommt es zu einem der größten antisemitischen Zusammenrottungen in Kassel seit 1945. Ca. 2000 demonstrieren anläßlich der militärischen Auseinandersetzungen der Hamas mit Israel für einen “Frieden in Palästina.” Es kommt zu Hitlergrüßen, Allahu-Akbar-Begrüll, Fahnen der Hisbollah und spanischer Faschisten werden präsentiert. Als die Kundgebungsteilnehmer eine vom BgA-Kassel u.a. organisierte Gegenkundgebung stoßen, führen die Demonstranten wahre Veitztänze auf bedrohen und beschimpfen die ca. 100 Demonstranten gegen Antisemitismus mit antisemitischen und sexistischen Parolen. Die Polizei verhindert schlimmeres. Eine Kasseler Truppe namens REVO unterstützt den Aufmarsch der Antisemiten. Die Presse und der Kasseler OB verhalten sich indifferent und meinen, Besonnene “auf beiden Seiten” hätten dazu begetragen, dass es zu keiner Eskalation kam.

03.07.14: Der Pöpelautor Akif Pirincci postete auf Facebook Hasstiraden gegen die Soziologin Elisabeth Tuider, die ein sexualpädagogisches Buch herausgegeben hat. Nun erhält die Kasseler Professorin Mord- und Vergewaltigungsdrohungen. Offizielle Solidaritätserklärungen seitens der Universität lassen auf sich warten. Erst die studentische Initiative Kritische Uni Kassel tritt am 01.09.2014 mit einer Solidaritätserklärung an die Öffentlichkeit.

03.07.14: Die Berichterstattung der HNA über die Entführung der israelischen Jugendlichen schwankt zwischen differenzierter und ernst zu nehmender Darstellung der Meldungen und dem in Deutschland und Europa üblichen Standard. Der Herr Carl macht in der HNA am 03.07.2014 seinem Namen alle Ehre.

30.06.14:Das Institut für Philosophie der Uni Kassel lädt den Germanisten Dr. Vietta ein, um über Heidegger zu sprechen. Heidegger habe aus falschen Erwartungen heraus mit dem Dritten Reich sympathisiert, seinen Fehler dann aber korrigiert. Der Referent erzählt banales, redet eine Menge Unsinn und relativiert den Holocaust. Die Professorin, die diesen Apologeten Heideggers eingeladen hat, guckt betreten aus der Wäsche und würgt eine Diskussion ab.

07.06.2014: Auch am nächsten Tag geht es in der HNA im Landserheftstil weiter. Dieses mal die Geschichte des Torpedoboots T28 und des Nazisoldaten Werner Wiegand. 

06.06.2014: Die HNA feiert am 06.06.14 den Nazi-Soldat Severloh, der an der Normandie die GIs beim Ansturm auf die Küste niedermetzelte und setzt damit ihre Landserhefttradition fort. (siehe Einträge: 15.02.14; 02.05.13; 24.05.13; 18.03.13; 10.05.10)

03.06.2014: Der in Kassel berufene Grimm-Professor Ilija Trojanow spricht sich dafür aus, sich über den Iran, China und Nordkorea nicht zu empören.

01.06.2014: Auch in Kassel versuchen ein paar Vertreter der Aluhut-Fraktion eine Friedensmahnwache am Montag auf die Beine zu stellen. Der Ken-Jebsen-hear-alike Victor Seibert versucht mit einem nicht enden wollenden dafür aber vollkommen unstrukturierten Redefluss die Zuhörer davon zu überzeugen, dass “wir” die ersten sind, die vernichtet, oder in die Konzentrationslager gesperrt werden. Er erwähnt noch etwas von blauen Pillen, die “wir” schlucken würden und warnt davor, dass wir eines Tages wie Grillhähnchen aussehen werden, wenn, nach dem Irak und der Ukraine als nächstes Deutschland zerstört sein wird. Ein Aktivist der MLPD versucht die Demonstranten davon zu überzeugen, dass es auf die richtige Grundlage ankäme, die er natürlich gleich aus der Tasche hervorzieht und vorträgt. Ob die MLPD mit dem Versuch, sich als die Vorhut der neuen Montagsmahnwache zu etablieren Erfolg haben wird, man weiss es nicht. Andere Zaungäste, sich selbst als revolutionär bezeichnende Linke, versuchten es erst gar nicht.

29.05.2014: Unter dem Motto “5 vor 12” demonstriert auch die Kasseler Friedensbewegung gegen einen Krieg in der Ukraine oder gegen den Krieg gegen die Ukraine? Oder gegen einen Krieg gegen die Separatisten, oder gar gegen einen gegen Russland? Man weiss es nicht so genau, jedenfalls gegen die NATO, da ist man sich sicher.

22.05.2014: Beten macht hetero. Auf einem evangelikalen Kongress in Kassel sprachen christliche Experten über die »Therapierbarkeit« von Homosexuellen.

17. – 18.05.2014: Deutschlandtreffen der Ostpreussen in Kassel. Ein paar Dutzend Demonstranten finden sich zur Gegenkundgebung ein und werden von den meisten Ankömmlingen beschimpft. Einige argumentieren und legen dar, nichts gegen Polen und Russen im ehemaligen Ostpreussen zu haben. Mit Vielen stünden sie sogar im engen Kontakt. Die Landsmannschaften Ostpreussens würden wertvolle Unterstützungsarbeit für die dort ansässigen Polen und Russen leisten. Und überhaupt, man würde doch nur das Brauchtum pflegen und an die Heimat erinnern wollen, das sei ja wohl legitim. Wie zum Beweis des Gegenteils bambelte um jedes Besuchers Hals ein Schildchen “Zukunft für Ostpreussen”. Im Eingangsbereich hielt sich ein Protagonist der “Bürgerbewegung pro Deutschland” auf und verteilte Flyer. Denen, den er einen solchen in die Hand drückte, musste er mit Nachdruck die Auskunft erteilen, er sei kein Linker- was sie dann erleichtert zur Kenntnis nahmen. Auf dem Flyer stand u.a.: Die “Eigentumsrechte der Ost- und Sudetendeutschen” müssen anerkannt werden, Abgrenzung vom Rechtsextremismus vom dem viel die Rede bei der Landsmannschaft ist, sieht anders aus. (vgl., HNA-online)

20.04.14: Der Kasseler “Sturm 18”, eine “Horde krimineller Rechtsradikaler” (HNA, 22.01.15) gründen einen Verein.  Im Verein heisst es: “Jedem Mitglied muss in seinem Verhalten zum Verein und dessen Mitgliedern Ehre und Anstand oberstes Gebot sein.” Eine wahrlich deutsche Tugend, die dem Verein gut zu Gesicht steht. Himmler stellte 1943 in seiner sogenannten “Posener Rede” vor SS-Leuten fest, “ein Grundsatz muss für den SS-Mann absolut gelten: ehrlich, anständig, treu und kameradschaftlich haben wir zu Angehörigen unseres eigenen Blutes zu sein und sonst zu niemandem.” Später stellte er besonders heraus, dass bei die Massenmörder beim Judenausrotten und beim Ermorden von “slawischen Untermenschen” immer anständig geblieben sind. Das Innenministerium prüft seit Sommer 2014, ob ein Verbot des Vereins in Frage kommt, so die HNA am 22.01.15.

08.04.2014: In Ungarn gewinnt die völkisch-nationalistische Fidesz-Partei mit weit über 40 % die Wahlen, die Nazi-Partei Jobbik erreicht ein zweistelliges Ergebnis. Der Redakteur der HNA Tibor Pesza schreibt am 08.04.14 in seiner Zeitung, dass man sich „ärgern oder freuen kann.“ Tja – was denn nun? Auf jeden Fall keine Kritik üben. Im Folgenden wird dann ausgeführt, dass den Ungarn deswegen Respekt gebiete, weil eine ganze Nation “in einer demokratischen Wahl europakritisch votiert” habe: Ein Volk! Ein Turul! Ein Votum!

04.04.2014: Homophober Übergriff in Kassel

31.03.14: In der Kasseler Stadtverordnetenversammlung wird über die Unterbringung von ein paar hundert Flüchtlingen (u.a.) aus Syrien diskutiert (HNA 02.04.14). Anlass der Diskussion ist auch die geplante Unterbringung in Wohncontainern. Die Unterbringung in Containern zeugt nicht nur von einer nicht vorhandenen “Willkommenskultur” sondern ist darüber hinaus sogar teurer, als die Flüchtlinge in Wohnungen unterzubringen, was liegt da näher, als da eine Absicht zu vermuten, zumal in Kassel der ewige Kämmerer sonst auf jeden Cent und Euro schaut. Der Stadtverordnete der Fraktion Kasseler Linke/ASG Axel Selbert bezeichnet das Bestreben folglich als “sozialpolitischen Rassismus”. Man lernt, auch ein Abgeordneter der Linken kann durchaus Rechthaben – das sieht die Stadtverordnetenversammlung aber anders und entzog ihm für den Verlauf der Debatte das Wort. Keinen Rüffel fing sich hingegen der CDU-Abgeordnete Bodo Schild ein, der behauptete, man müsse die “Überfremdung von einzelnen Stadtteilen verhindern”. Eine solche NPD-kompatible Äußerung kann man getrost als Rassismus bezeichnen. Die üblichen Verdächtigen in der Kommentarspalte der HNA haben Bodo Schild durchaus verstanden und üben sich als Volksstürmer.

23.03.14: In Göttingen wird der Satirepreis “Göttinger Elch” verliehen. Dieses Jahr geht er an die Kabarettcanaille Georg Schramm.

15.02.2014: Landsertheatralik in der HNA. Die HNA fabuliert über die nach Stalingrad “verlustreichste und größte Schlacht”* im zweiten Weltkrieg bei Monte Cassino. Hier versperrten deutsche Truppen mehrere Monate den Alliierten den weiteren Vormarsch nach Norditalien.  Notwendige Zeit, die die Deutschen benötigten, um im besetzten Teil Italiens die Ausrottung der Juden in die Tat umzusetzen, der sich bis dahin die Italiener widersetzt hatten.  Aber der deutsche Landser jammert über die schlimme Kälte und moniert, dass es den Angriff hätte gar nicht geben dürfen. Auch im “Hintergrund”, den die HNA beisteuert, stellt die Zeitung nur fest, dass die Deutschen weit unterlegen waren und trotzdem den Vormarsch lange aufhalten konnten – soll man stolz darauf sein? Was die deutsche Standhaftigkeit für die Menschen im besetzten Teil Italiens (und Europas) bedeutete, findet keine Erwähnung.

Ein paar Seiten weiter, ein Reisebericht über St. Petersburg. Die sonst so geschichtsbeflissene HNA bebildert u. a. die Ausstellung von Kämpfern gegen Napoleon, kommt hier aber ohne Bezug zu den Ereignissen vor siebzig Jahren aus. Auch Götz Aly weiß hierzu mehr.

* nur nebenbei sei bemerkt, dass diese Feststellung falsch ist.

04.02.2014: Matsch in der Birne. Der so genannte Kassel-Komedian Gerrit Bamberger alias G. v. Bamberg meint im Kasseler Starclub, Witze über Michel Friedman, von ihm “Schmierlappen” tituliert, machen zu müssen. Die HNA, die am 05.02.14 über den Abend unter der Rubrik “Kultur Kreis Kassel” berichtet, findet das “grenzwertig”. Aber* sonst seien seine Mundartpointen “punktgenau treffsicher.” Nordhessens traditioneller Antisemitismus drückt sich eben auch in der “Mundart” aus.

*(Ich habe nichts gegen Juden, aber …)

12.11.13: In Kassel verfassen “Kasseler Bürger” (HNA, 11.11.13) einen offenen Brief an OB Hilgen in Sachen Branner. Der offene Brief spricht ein paar richtige Fragen an, wenn es um den Umgang des Kasseler Bürgermeisters mit den Historikern geht. Wer aber liest, wer das Ganze unterzeichnet hat, weiß, dass diejenigen lieber die Klappe halten sollten, wenn es darum geht, aus den “neuesten Erkenntnissen und aus unserem aktuellen demokratischen Verständnis” heraus, historische Ereignisse zu interpretieren. Die Mehrheit der Unterzeichnenden gehören einer Organisation an, die zusammen mit der Milli-Görüs 2009 den grössten antisemitischen Aufmarsch in Kassel seit 1945 veranstaltet haben und die jedes Jahr zu Ostern ihrer pathologisch Obsession der Israelfeindschaft nachgehen. Die Kritik die zu üben wäre, sprechen auch sie nicht aus, weil auch sie zu denen gehören, die in der Mehrheit des Volkes das Gute zu finden glauben – und in einer phantasierten kleinen aber mächtigen Minderheit das Schlechte. Auch vergessen sie nicht eine Opfergemeinschaft zu konstruieren, die bei der antifaschistischen Tat im Oktober 1943 in Kassel ums Leben gekommenen Volksgenossen, werden in einem Atemzug mit den Opfern (in der Diktion der Verfasser: “Mitbürger jüdischen Glaubens”) deutscher Barbarei genannt. Die Absender des Briefes stehen dem Adressaten näher als sie vermuten.

18.10.13: Aus dem Kasseler „Journalisten“ (Kassel-Zeitung, Freies Radio Kassel) und Privatgelehrten Martin Reuter stößt ein goebbelsscher Geist auf. Im Zusammenhang der Ankündigung unserer Filmveranstaltung zum 70. Jahrestag der Bombardierung Kassels plädiert er dafür, die Bombardierung der Deutschen unter den Begriff der „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ zu subsumieren. Unter dieser Begrifflichkeit seien in Nürnberg „Ungeheuer“ abgeurteilt worden – eo ipso, die Militärs der Alliierten anzuklagen, sei vergessen worden. Die Position des BgA-Kassel, die Entscheidung der Alliierten militärisch gegen Nazi-Deutschland vorzugehen, wozu nach Auffassung der meisten Militärstrategen eben auch das strategic bombing gehörte, als nachvollziehbare und notwendige Handlung anzusehen und auch als solche zu verteidigen, wird in deutsch-moralischer Weinerlichkeit in eine unmenschliche, auf Einzelpersonen herunter gebrochene „Euch geschieht es Recht“-Haltung umgelogen. Eine Haltung, deren Kehrseite es ist, die Beschäftigung mit der Geschichte des deutschen Menschheitsverbrechens als „schuldbeladene Obsession“ zu bezeichnen. Martin Reuter ist vielleicht keine wichtige Person, aus ihm heraus spricht jedoch der Geist einer ehrenwerten Gesellschaft, zu deren Paten Günter Grass, Martin Walser, Nico Hofmann et al. gehören.

02.10.13: In Kassel gibt es immer wieder Plätze, denen ein Namen gegeben werden soll. Diesesmal ging es um den Platz an der Ecke Germania-/Lassallestraße. Gegenüber, auf der anderen Straßenseite, befindet sich das notorische Café Buch-Oase. Es gab eine Initiative, die den Platz Stefan-Engel-Platz benennen wollte – nein, natürlich nicht, sondern Bert-Brecht-Platz und dafür Unterschriften gesammelt hatte. Der Ortsbeirat entschied sich für Lilli Jahn, eine jüdische Ärztin, die 1943 aus Immenhausen (Landkreis Kassel) in den vorderen Westen, ein Stadtteil in Kassel, vertrieben wurde, dann zunächst nach Breitenau und 1944 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet wurde. Nach der Entscheidung des Ortsbeirates, den Platz nach Dr. Lilli Jahn zu bennenen, “verließen die Brecht-Befürworter, unter anderem die Betreiber des Café Buch Oase, enttäuscht die Sitzung.” (HNA, 05.10.2013) Man sollte die Germaniastraße in Mosche-Dajan-Straße umbenennen.

29.09.2013: Das “Glas der Vernunft” wird 2013 an Jürgen Habermas verliehen. Auf die Frage Axel Honneths, wie sich kritische Wissenschaft heute vernünftig betreiben ließe, antwortete der in Kassel jetzt geehrte Philosoph, “Das ist mir alles selbst nicht so recht klar.” (zit. aus: J. Habermas, Die neue Unübersichtlichkeit) Ein würdiger Preisträger des Kasseler Preises also. Aber vielleicht sollte der Preis besser Milchglas der Vernunft heissen.

16.09.2013: Die NPD beschallte Kassels Königsplatz mit Nazipropaganda. Der Chefredakteur der HNA empfiehlt seinen Lesern angesichts dieses Ereignisses Kröten zu schlucken. Einige Antifaschisten versuchten dagegen, sich den Nazis akustisch und per Blockade in den Weg zustellen. Anstatt die Nazipropagandisten wegen Volksverhetzung stante pede zu verhaften, ging die Staatsgewalt wie (fast) immer gegen die Nazigegner vor. Ein Tag vorher fand, wie die HNA vermeldete, der GRÖFAZ in Kassel statt. Der Kommentator der HNA kannte folgerichtig dann auch keine Parteien mehr, sondern nur noch Kasseler, die zusammenhalten.

10.09.2013: Die Irren aus der Germania-Straße mal wieder. Sie eröffnen die Ausstellung “Haft ohne Anklage” der Handala-Truppe aus Marburg. Skandalisiert wird in dieser Ausstellung nicht das immer wieder praktizierte Lynchen von politisch missliebigen in den Gebieten der palästinensischen Autonomiebehörde und im Gazastreifen, sondern Einzelfälle israelischer Administrativhaft. Die Genossen aus Marburg haben dazu das richtige verfasst: “Das Israelbild des Vereins Handala Marburg e.V.” Ach und wer hält die Eröffnungsrede? Der Wutprofessor aus Edermünde.

04.09.2013: Aufhänger unserer Polemik gegen die Friedensheuchelei war das Statement der Partei “Die Linke”; zu Unrecht, die Schelte muss Allen gelten. Zur so genannten Syrien-Krise (welch ein Euphemismus) formiert sich die Einheitsfront für Appeasementpolitik auch in Kassel. Die Statements der Kasseler Kandidaten für den Bundestag: Nachdem sie alle ihre Abscheu über die Praktiken der syrischen Regierung heuchelten, plädieren sie faktisch dafür, Assads Truppen weitermachen zu lassen: “… politische Lösung …” (Dr. Wett, CDU); “Gewalt führt zu mehr Gewalt” (Boeddinghaus, Die Linke); “… vorschnelle militärische Intervention … falsch” (Gottschalck, SPD); “Frieden … lässt sich nicht herbeibomben” (Berkhout, Piraten); “Rußland ist jetzt gefragt” (Nölke, FDP); “… ein Militärschlag würde mehr schaden als nutzen” (Maisch, Die Grünen). Was soll man dazu sagen: Peter Strutynski for president …

01.09.2013: “Die Friedensbewegung” in Kassel plädiert gegen “den Krieg gegen Syrien”. Hier sind die Pappenheimer zu sehen. Den Krieg Assads gegen die eigene Bevölkerung meinen sie nicht. Na ja, nichts wirklich Neues …

18.08.2013: “Marxisten demonstrieren in Kassel”, heisst es in der HNA zum selben Datum. Gemeint ist die MLPD, die Vorhut des linken Antisemitismus. Ob ihre Partnerorganisationen Hamas, Hisbollah und die al-Aqsa-Märtyrer-Brigaden solidarische Grußworte entrichtet haben ist nicht überliefert.

13.08.2013: Die Fraktionschefin der Partei “Die Linke” in Hessen, Janine Wissler, wird von der HNA interviewt. In Bezug auf Büchner, den die Politikerin gelesen haben will, wird sie nach dessen aktuellen Bezug gefragt. Sie antwortet mit schlafwandlerischer Sicherheit, die gängigen Klischees des volksgemeinschaftlichen Antikapitalismus reproduzierend, der nicht die Verhältnisse, sondern Personen ins Visier nimmt: “Heute sind es eben keine Fürsten, sondern Spekulanten, Vorstandsvorsitzende und Bankiers. Das Bild, dass eine Mehrheit großen Reichtum produziert, von dem eine Minderheit profitiert, stimmt sicherlich.” Das ist ein typisches Beispiel der Verkommenheit politischer Theorie in linken Parteien und Kreisen und der Beweis dafür, dass Kritik und Aufklärung angesichts der Hegemonie national-sozialistischer Ideologie sinnlos erscheint. Besonders deprimierend: Sie gehört der Parteigruppierung “Marx 21” an, einer Gruppierung, die sich explizit auf Marx berufen will.

09.08.2013: Ganz im Sinne deutscher Gedenkkultur betreibt der Verein Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge “Versöhnung über den Gräbern”. Der Verein, der sich sonst damit hervortut, dort, wo den deutschen Vernichtungskriegern bei ihrer Tötungsmission erfolgreich entgegengetreten wurde und die liegen gebliebenen Vernichtungskrieger verscharrt wurden, “würdige Friedhöfe” anzulegen, tut sich in Kassel mit “Brückenschlagen” hervor, und begibt sich auf Spuren- und Extremistensuche. Er überrascht die teilnehmenden Jugendlichen damit, dass es in Kassel viele Grabstätten mit russischen Namen und Gedenkstätten für die ermordeten Juden gibt. Klar, sie kamen alle “in der Zeit der gewalttätigen Diktatoren Stalin und Hitler” um – beide waren ja “Extremisten”. Nicht fehlen darf da der Oberbürgermeister. Er wird demnächst im Oktober noch mehr Gelegenheit haben, Brücken zwischen “Grauen der Weltkriege” und “dem Extremismus heute” zu schlagen. Ein Grauen, das irgendwie über Kassel kam und die Stadt in Schutt und Asche legte, ein Extremismus, der irgendwie nach Kassel kam und “ausländische Mitbürger” umbrachte.

25.05.2013: Sie kann es nicht lassen, die HNA. Immerhin auf der dritten Seite der überregionalen Berichterstattung feiert die Kasseler Lokalpostille am 25.05.13 mit dem Düsenjagdflugzeug Me 262 deutsche Ingenieurskunst im Dienste der Nazis, nebst dem fliegendem Personal. Darüber hinaus lässt es sich die HNA nicht nehmen, die allgemein kolportierte Auffassung, dass es vor allem Hitler (und seine Satrapen) gewesen sei(en), der oder die eine richtige Verwendung dieses Flugzeugs verhindert habe(n), zu reproduzieren. Sie verweist damit auf den bis heute fortwesenden Wunsch nach dem Endsieg mit Hilfe deutscher “Wunderwaffen”. Dass es Soldaten der Alliierten gibt, die dem Bedürfnis deutscher Vernichtungskrieger nach Versöhnung entsprechen, anstatt wie weiland es Stefan Heym einmal sinngemäß ausdrückte, zu bedauern, nicht noch mehr von ihnen vor die Flinte bekommen zu haben, macht die Sache nicht besser.

24.05.2013: Die HNA feiert zum wiederholten Male mit dem Fieseler Storch ein Kasseler Rüstungsprodukt  der Nazizeit. Dieses Mal wird auch ein ganz besonderer Einsatz dieses Fliegers samt eines beteiligten Kasselers gewürdigt: Die Befreiuung Mussolinis. Kein Thema sind die politischen Folgen dieser Aktion auch nicht der am Rande der Aktion beteiligte Kriegsverbrecher Skorzeny.

12.04.2013: Vor ein paar Tagen legten auch SPD-Politiker aus Kassel Stolpersteine, um an die während der Nazidiktatur Ermordeten zu erinnern. Jetzt bemüht der SPD-Politiker und einer der Vorsitzenden des Vereins Stolperstein e.V., Norbert Sprafke, die antisemitisch konnotierte Metapher von den “Heuschrecken“, um die Verkaufsabsicht von Mietshäusern durch die Bima (Bundesanstalt für Immobilienaufgaben) anzuklagen. Die anderen Spießgesellen der SPD sind sich mit den Kasseler Grünen einig, dass eine Fördermitgliedschaft in der SS und die Funktion als Waffenlieferant für Deutschlands Angriffs- und Vernichtungskrieg keine Gründe sind, August Bode das verliehene Ehrenbürgerrecht der Stadt Kassel abzuerkennen. Schließlich sei der Beschluss, dem Nazi und Rüstungsfabrikant Bode die Ehrenbürgerwürde auszusprechen, demokratisch zustande gekommen, resümiert der Oberbürgermeister Bertram Hilgen den Standpunkt der Regierenden Kassels.

06.04.2013: Die HNA stellt die Politiker Theodor Heuss, Willy Brandt und Hans Filbinger in eine Reihe. Alle hätten einen schwierigen Umgang mit der Vergangenheit gehabt. Heuss stimmte Hitlers “Ermächtigungsgesetz” zu, Filbinger fällte als Nazirichter Todesurteile. Brandt war Widerstandskämpfer.

01.04.2013: Auf dem Ostermarsch 2013 fordert unter wehenden Palästinafahnen die Betriebsrätin von VW und IG-Metallerin Ulrike Jacob die Bundesregierung dazu auf, die Sanktionen gegen den Iran zu beenden und Israel keine Waffen mehr zu liefern.

18.03.13 – 06.04.13: Die HNA fordert ihre Leser im Anschluss an den ZDF-Schinken UMUV dazu auf, von den Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg zu berichten. In mehreren Ausgaben werden dann ganzseitig Briefe der Leser veröffentlicht. Der Tenor ist, wie er symptomatisch in der Überschrift am 20.03.2013 zum Ausdruck kommt: “‘Mutter fühlte sich vom Leben betrogen’ Unsere Leser über gefallene Soldaten und vergewaltigte Frauen, große Ängste und kleine Hoffnungsschimmer”. Dass die Ängste den Alliierten galten, die Hoffnungen Hitler, wird natürlich nicht analysiert. Selbstverständlich darf das Bild eines Rotarmisten nicht fehlen, der eine Frau bedrängt. Es wird gleich zweimal gebracht (am 20.03.2012 und am 06.04.2012). Am 06.04.2013 wird im gleichen Zusammenhang ein Foto veröffentlich, das deutsche Einheiten dabei zeigt, wie sie ein russisches Dorf niederbrennen. Dies geschah häufig in der Weise, dass die Dorfbewohner gleich mit verbrannt wurden. Die Bildunterschrift in der HNA: “Eine deutsche SS-Einheit beschießt Partisanen …”

03.03.2013: Der Kyffäuser Bund betrauert die “Opfer des Luftkrieges” und die in Stalingrad gefallenen deutschen Angriffs- und Vernichtungskrieger (HNA, 06.03.13). Anlass des Gedenkens ist die Auflösung des Bundes 1943. Selbstredend ist die Rede vom “alliierten Bombenterror” und der Präsident dieses Gruselkabinetts, Dieter Fischer, vergisst nicht zu erwähnen, dass sie nicht zwischen Opfern und Tätern unterscheiden wollen. Warum auch: In den dreißiger Jahren ist der Führer des Kyffhäuserbundes SS-Obergruppenführer und Arbeitermörder Oberst Reinhard. 1935 und 1937 veranstaltete diese Truppe einträchtig mit allerlei Naziprominenz und großer Beteiligung der Bevölkerung die Reichskriegertage in Kassel. Nach der Auflösung des zentralen Verbandes existierten die nun der NSDAP unterstellten lokalen Organisationen des Kyffhäuserbundes weiter. Sie bildeten den Grundstock des Volkssturms. 1945 verbot der Alliierte Kontrollrat auch den Kyffhäuserbund. Reinhard gründete diesen Verein dann im Jahre 1952 neu. Irgendwie vergisst die HNA, diese Umstände darzulegen.

07.02.2012: Der Stadtverordnete der Kasseler CDU Bernd-Peter Doose diffamiert die Schriftstellerin Anna Seghers als “Stalinistin und Antidemokratin” und ist der Auffassung, weil sie eine “exponierte Stütze des Unrechtsstaates DDR” und “vor allem eine Täterin” gewesen sei, dürfe nach ihr keine Straße in Kassel benannt werden.

02.02.2013: Das Friedensforum Kassel lädt den Psycholgen Rolf Verleger zum Vortrag ein. Thema: “Weltkrieg um Palästina.” Wer der Urheber dieses Weltkrieges ist? Drei mal darf geraten werden.

14.11.2012: Im Zusammenhang des Gedenktages zur Reichspogromnacht lädt die VVN-Kassel den emeritierten Historiker Kurt Pätzold zum Thema „Wahn und Kalkül – Der Antisemitismus mit dem Hakenkreuz“ ein. Der Professor führt den “Nachweis”, dass Antisemitismus nicht die zentrale Triebfeder des Nationalsozialismus gewesen sei und behauptet, noch 1941 sei die Mehrheit des deutschen Volkes für den Frieden gewesen.

02.11.2012: Anlässlich der sogenannten Beschneidungsdebatte kommt es auf der Internetseite der HNA zu wüsten antisemitischen Ausfällen von Lesern. (Auszugsweise hier zitiert)

28.09.2012: In Kassel protestieren sogenannte gemäßigte Muslime gegen die “Prophetenschmähungen“. Sie wenden sich nicht gegen die Gewalt und den Terrorismus, die von einigen ihrer Glaubensbrüdern und Schwestern in allen Teilen der Welt ausgeübt werden, sondern machen sich mit den Forderungen der Gewalttäter gemein.

04. August 2012: Bei einer Antinazikundgebung verhaftet die Polizei drei Gegendemonstranten.

8. Juli 2012: Der sogenannte kleine Friedensratschlag plädiert für das Recht des Iran auf Anreicherung von Uran. Der Verzicht auf die nukleare Option könne nicht verlangt werden, denn das würde auf eine Unterstützung der Erpressungspolitik des Westens hinauslaufen.

Juni-September 2012: Die Kasseler Occupy-Aktivisten haben ihre Aktion ausgeweitet. Auf einer Reihe von Stelltafeln, die wie Zelte aussehen, werden Gründe genannt, die für einen “schleichenden Zusammenbruch” stehen und die das Fundament der bürgerlichen Gesellschaft schädigten: “Gier”, “Wollust”, “Geiz”, “Hochmut”, “Völlerei”, “Faulheit” usw. Ganz im Einklang mit der D 13, darf der “Anthropozentrismus” nicht fehlen und es wird eine “inzestuöse Geldvermehrung” angeklagt. Die Macher wähnen sich in der Tradition der Aufklärung. – Gute Nacht!

Juni-September 2012: Der Künstler Issa Samb plaziert auf seiner Kunstinstallation in der Karlsaue eine palästinensische Flagge mit der Aufschrift “libre” zwischen zwei Judensternen aus Filz. Was damit ausgedrückt werden soll: Die von Juden bewachten oder umzingelten Palästinenser gilt es zu befreien? Dies ist nur eines von vielen Beispielen verblödeten Engagements in der Kunst.

Juni 2012: “Konsum macht froh”. Ein “Doccupy”-Aktivist sieht im Weltmarkt eine Analogie zu Auschwitz. Die anderen Doccupy-Aktivisten finden das Transparent zwar nicht gut, dulden es aber. Nur Hakenkreuze seien unerwünscht. Die Leiterin der D13 findet das Camp eine gute Sache.

24. April 2012: Die Kasseler Actrice Sabine Wackernagel, meint am  24.04.12 in der HNA behaupten zu müssen, Grass’ Kritiker wären nicht auf den Inhalt seines “Gedichts” eingegangen. Schauspieler lernen Texte auswendig, die sie auf der Bühne aufsagen müssen. Wir lernen, nicht alle sind in der Lage, auch Texte zu verstehen, die sie lesen.

22. April 2012: Tag des Ökobusiness und der Gegenaufklärung in Kassel.

13. April 2012: Die Stadt Kassel duldet auf dem sogenannten Landfahrerplatz den Aufenthalt von Sinti und Roma nicht länger als sieben Tage. Für den Platz unter einer vierspurigen Auto-Straße und direkt neben einer Klärgrube verlangt das Ordnungsamt Miete. Wohin die Sinti und Roma nach den sieben Tagen sollen, verrät die Stadt Kassel nicht.

30. März 2012: Der ehemalige Professor der Gesamthochschule (heute Universität) Kassel und Friedensforscher Dr. Werner Ruf aus Nordhessen ruft neben vielen anderen zum Marsch nach Jerusalem auf. Der Marsch findet am sogenannten “Tag des Bodens” statt und richtet sich u.a. gegen die “Politik der Judaisierung”.

28. März 2012: “… Warum sollte der Westen dem Iran nicht 20-prozentiges Uran liefern – so wie es 2011 von Ahmadinedschad gefordert worden war …” so der “Friedensratschlag”. Einer der Sprecher dieser Truppe ist P. Strutynski aus Kassel.

22. März 2012: Nach der antisemitischen Mordtat versuchen viele diese in eine Beziehung zu den, bei militärischen Auseinandersetzungen im Gaza, um das Leben gekommenen Kinder zu bringen. So auch die HNA am 22. März 2012, die im “Hintergrund” über den mutmaßlichen Mörder aus Toulouse, der auf offener Straße einfach 4 Juden erschoß, 115 Menschen aufzählt, die von israelischen Sicherheitskräften in den “Palästinensergebieten” getötet worden seien. 18 davon seien unter 18 Jahre gewesen.   

30. Januar 2012: Der SPD-Stadtverordnete Christian Geselle beklagt die Angriffe der Alliierten auf Kassel im zweiten Weltkrieg. Ziel sei gewesen, die Zivilbevölkerung zu terrorisieren.

Weihnachten 2011: Marjana Schott, Dr. Peter Strutynski, Prof. Werner Ruf u.v.a. der üblichen Verdächtigen aus Kassel unterzeichnen einen Aufruf  “Weil wir den Frieden wollen“. Sie wollen sich militärischen Interventionen widersetzten und meinen überraschungsfrei nicht die aktuell stattfindende der syrischen Machthaber gegen ihre eigene Bevölkerung (oder die der iranischen Machthaber 20o9-2010), sondern die (noch gar) nicht stattfindende der Nato gegen die Machthaber in Iran und Syrien. Gleichzeitig sprechen sie sich für eine atomwaffenfreie Zone im Mittleren und Nahen Osten aus. Aber anstatt die Verhinderung der Atombombe Irans, oder “Atomkraft? Nein Danke!” auch für den Iran zu fordern, fordern sie die Vernichtung der Atomwaffen auf der ganzen Welt.

Noch deutlicher ist der Aufruf  “Solidarität mit den Völkern Irans und Syriens“, der sich gegen die Embargos gegen Syrien und Iran ausspricht. Unterzeichnet haben diesen Apell u.a. der Antisemitismusleugner Diether Dehm und der Blut-und-Straßen-Redner Rolf Becker, die beide auf dem Kasseler Ostermarsch 2009 auftraten (s.u.).

26./27.11. 2011: Der “Völkerrechtler” Prof. Norman Paech findet auf dem in Kassel veranstalteten “Friedenspolitischen Ratschlag” einen Rahmen, um mal wieder Israel massive Völker- und Menschenrechtsverletzungen und Apartheid vorzuwerfen und dafür zu appellieren, den Staat Israel zu eliminieren; i.e. “die Schaffung eines einzigen multiethnischen, demokratischen Staates mit Juden, Muslimen, Christen und anderen Religionen.” Er schließt in chiliastischer Manie: “Befreiung oder Untergang, das ist die Alternative.”

Herbst 2011: Es wird bekannt, dass ein als “kleiner Adolf” bekannter Verfassungsschützer aus Hofgeismar in die Mordserie an türkisch- und griechischstämmigen Bürgern verwickelt ist. Obwohl dem Verfassungsschutz Erkenntnisse vorgelegen haben, dass Nazis in dieser Mordserie verwickelt sein könnten, ermittelt die Polizei im “näheren Umfeld” der Opfer.

Mitglieder der Nazitruppe “Freien Kameradschaften” waren in der Kasseler Feuerwehr und CDU aktiv. Weder der Feuerwehr noch der CDU sind die Nazi-Gesinnung ihrer Mitstreiter aufgefallen.

15.10.2011: Die Linke in Kassel (und anderswo): Zurück zu Dimitroff und gegen Israel. Der Kreisverband Kassel-Stadt der Partei die Linke stellt sich gegen die für den Bundesparteitag im Programmentwurf geforderte Formulierung, angesichts der deutschen Vebrechen eine besondereVerantwortung für Israel wahrzunehmen. Kritik an Israel solle damit unterbunden werden und die wirklichen Schuldigen im NS seien nicht das deutsche Volk, sondern die NSDAP und das Kapital, halten die Kasseler dagegen.

26.09.2011: Die HNA interviewt die Hardcore-Antizionistin Dr. Helga Baumgarten zur aktuellen Entwicklung im Nahen Osten. Baumgarten hat in ihrem Buch “Hamas” diese u.a. als Organisation beschrieben, die sich für das Wohl des Volkes einsetze. Die sogenannte Expertin behauptet ebenfalls, die Hamas würde die Vernichtung Israels keineswegs anstreben. Über diese Haltung verliert die HNA kein Wort.

17.09.2011: Auf der Demonstration “Wehret den Zuständen!” die sich, so der Aufruf, auch gegen Antisemitismus wenden will, kommt es zu Rangeleien um eine Fahne der USA. Vertreter der Jungend Antifa Göttingen entwenden Teilnehmern der Demo eine USA-Fahne. Auch diejenigen, die eine Israelfahne mit sich tragen, werden von unterschiedlichen Teilnehmern angepöbelt. http://arbeitskreisek.blogsport.de/?p=2

An die Demoleitung wird der Wunsch herangetragen, das Präsentieren der Fahne Israels doch zu unterbinden.

15. Juni 2011: Unter Volksgenossen in Guxhagen. Sie mögen nicht nur Ahle Wurscht, Schlachteplatte und Weckewerk, sondern auch ihre ganz normalen Nazis.

09. Juni 2011: Der Sprecher des Kreisverbandes DIE LINKE.Kassel-Stadt Murat Cakir erklärt die Möglichkeit die Position zu vertreten, Israel als jüdischen Staat zu liquidieren, zum demokratischen Lackmustest seiner Partei.

Juni 2011: Strutynski: Israelkritik ist kein Antisemitismus

31.05.2011: Antijudäische Volkfront im Cafe Buch-Oase. Vertreibung und Flucht, die Ursache ist der Zionismus und die Lösung: Ein Staat Palästina = Kein Staat Israel

16.05.11: Dr. Strutynski und Prof. Dr. Ruf erklären den Schülern der Jacob-Grimm-Schule die Welt. Ein Versuch der Deutung.

02.05.11: Der Friedensratschlag stellt in einer Pressemitteilung “zum Tod des angeblichen Al-Kaida-Führers Osama bin Laden” die Aktion der US-amerikanischen SEALS auf eine Stufe mit denen der al-Qaida. Auch die Hamas verurteilt die Tötung Bin Ladens.

25.04.2011: Zum Ende des Ostermarschs, vor etwas 150 Leuten sagt Peter Strutynski folgendes:  „die vollständige Beendigung der Besatzung [sei] die Grundbedingung für die Befreiung beider Völker.“

Der Aufruf des Ostermarsches bezeichnet die von türkischen Islamisten und diversen Aktivisten der europäischen Linken durchgeführte Mavi-Marara-Aktion als “Internationale Hilfsflotte”, die vom israelischen Militär brutal überfallen worden sei.

Die Teilnehmer des Ostermarschs fordern nicht etwa das Ende der Gewalt oder der Kämpfe in Libyen, sondern die Beendigung des Krieges gegen Libyen. Der Aufruf des Friedensratschlags schlägt den gleichen Tenor an.

09.02.2011: Das CineStar setzt den Film Tal der Wölfe ab. Zuletzt hatte der Oberbürgermeister Bertram Hilgen, die SPD Fraktion als auch das MdL Uwe Frankenberger beim CineStar interveniert und die Absetzung des Filmes gefordert.

Dem BgA-Kassel ist nicht bekannt, ob diejenigen, die den Frieden predigen und diejenigen, die zu allen Gelegenheiten ihre Besorgnis darüber äußern, wenn rechtsextremes Gedankengut geäußert wird, sich gegen die Aufführung dieses gewaltverherrlichenden, nationalistischen und antisemitischen Film geäußert haben.

28.01.2011: Das Kasseler Kino CineStar zeigt das antisemtische Machwerk “Tal der Wölfe. Palästina”. Hier die Forderung des BGA an CINESTAR, den Film sofort abzusetzten. Eine entsprechende Pressemitteilung wurde an die lokale Tageszeitung und die Verantwortlichen der Stadt Kassel versandt.

Esther Haß vom Vorstand der Jüdischen Gemeinde und ehrenamtliches Magistratsmitglied ist der Auffassung, der Film sei eindeutig antisemitisch und antiisraelisch. Der Film unterstütze die islamistischen Kräfte und dürfe nicht gezeigt werden.

Die OB Kandidaten der Grünen Jürgens und der Linken Boeddinghaus äußern sich kritisch über den Film. Jürgens von den Grünen fordert die Kinobetreiber dazu auf, über den Film öffentlich zu diskutieren und Boeddinghaus schiebt in seiner Verurteilung nach, dass auch antimuslimische Positionen nicht geduldet werden dürften.

Dechanat Fischer ist der Auffassung, dass es gerechtfertigte Kritik an Israel gibt, diese thematisiere der Film jedoch nicht. Der Film sei ein übler antisemitischer Propagandafilm und Hasspropaganda. Es sei für ihn unverständlich, dass dieser Film gezeigt wird (HNA, 01.02.2011).

04.01.2011: Strutynski rechtfertigt in der Jungen Welt antisemitische Krawalle.

01.06.2010: Auf einer Kundgebung des Friedensforums u.a. (an der mehrere Aktivisten der Grauen Wölfe sowie der Partei “Die Linke” und anderer linker Gruppierungen und Islamisten zugegen waren) aufgrund der Aktionen der israelischen Marine gegen den “Gaza-Konvoi”, kam es zu Äußerungen wie: “Menschenmörder Israel”, “Kindermörder Israel”, “Israel hat es nie satt von Blut”.

14.05.2010: Das übliche im Cafe “Buchoase” (Bericht über einen Selbstversuch)

10.05.2010: Münch hetzt in der HNA gegen Ilja Ehrenburg

01.05.2010: Vermutlich Neonazis beschmieren das DGB-Haus und den Kundgebungsort u.a. mit der Parole “Volksverräter”. Was in der Presse nicht erwähnt wird, ist, dass auch Davidsterne zu den Schmierereien gehören.

05.04.2010: Auf dem Ostermarsch versucht sich die Stadtverordnete M. Junker-John (SPD) in Komparatistik. In ihrer Rede an der Rampe (ein Mahnmal dass die Ankommenden vor ihrer Selektion in Auschwitz darstellt) sucht sie nach Gemeinsamkeiten von Auschwitz und dem Bundeswehreinsatz in Afghanistan und findet diese: “Es ist organisierte Gewalt von Menschen gegen Menschen”.

24.05.2009: Farbanschlag auf die Gedenktafel für die von den Nazis zerstörte Kasseler Synagoge

12.04.2009: Blut-und-Straßen-Rede Rolf Beckers auf dem Kasseler Ostermarsch. Becker zitiert u.a. P. Neruda: “…Banditen mit Flugzeugen kamen vom Himmel, um Kinder zu töten; und in den Straßen das Blut von Kindern: es floss einfach so, wie Blut von Kindern …” Er bezieht diesen Text Nerudas auch auf  die Aktionen der IDF.

Diether Dehm leugnet auf der gleichen Veranstaltung den Antisemitismus.

17.01.2009: Auf einer u.a. vom Friedensforum und Mili Görüs organisierten Kundgebung kommt es zu Rufen: Kindermörder – Israel, Intifada bis in den Tod, Zionisten – Faschisten u.a. Ein Stand, der über das Interesse Israels am Frieden informiert, wird aus den Reihen der Demonstranten angegriffen. (PM)

Die Kasseler Zentrale des Stalinismus, Antisemitismus und Antizionismus: Cafe Buch-Oase

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